04.06.2008
Institut für Sicherungssysteme Velbert/Heiligenhaus: Zweite Professur!
Bis zu 1,4 Millionen Euro EU-Mittel für fünf Jahre bewilligt
Gegen scharfe Konkurrenz eines NRW-weiten Wettbewerbs um EU-Gelder (sog. Ziel-2-Förderung) hat ein bergischer Antrag Erfolg gehabt: Bis zu 1,4 Mio. Euro EU-Fördermittel stehen für fünf Jahre zur Finanzierung einer zweiten, sozialwissenschaftlich ausgerichteten Professur im neuen niederbergischen Institut für Sicherungssysteme der Bergischen Universität bereit. Die Uni muss 50 Prozent mitfinanzieren. Rektor Prof. Dr. Volker Ronge: "Ein Riesenerfolg!"
In Velbert und Heiligenhaus hat die niederbergische Schließindustrie eine bundesweit einmalige Konzentration. Diese Unternehmen haben einen „Cluster“ gebildet, in dem trotz aller Konkurrenz kooperiert und nach Innovationen für die Branche Ausschau gehalten wird. Dazu bedarf es systematischer wissenschaftlicher Forschung. Der zu diesem Zweck von rund 60 Unternehmen der Region formierte und von beiden Kommunen finanziell unterstützte Verein „Die Schlüsselregion“ hat das Geld für eine Stiftungsprofessur an der Bergischen Universität aufgebracht. Prof. Ronge: „Ein nicht hoch genug einzuschätzender Kraftakt im Verhältnis von Region und Universität.“ Diese Professur für „Mechatronik“, also für die Verbindung von Mechanik und Elektronik, kennzeichnend für moderne Schließsysteme, wird Kern des neuen Instituts für Sicherungssysteme der Bergischen Universität in Velbert/Heiligenhaus.
Da die bergische Region seit kurzem auch Förderregion Europäischer Strukturpolitik ist, hatten im Rahmen der sog. „Ziel-2-Förderung“ der niederbergische „Schlüsselregion“-Cluster und die Universität gemeinsam eine Anschubfinanzierung für eine zweite Professur für das neue Universitäts-Institut für Sicherungssysteme beantragt. Es soll sich um eine sozialwissenschaftliche Professur handeln: Sicherheit lässt sich nicht allein durch Technik erzeugen – zur Eruierung von Gefahren und Risiken für die Sicherheit von Flughäfen, Kraftwerken, Hafenanlagen, Schienensystemen, Gebäuden und Autos sowie zur Abschätzung der Sicherheitseffekte neuer Sicherungstechniken braucht man sozialwissenschaftliche Erkenntnisse. Die Professur wird gemeinsam mit der Mechatronik-Professur in Velbert ansässig sein.
www.schluesselregion.denächste
