09.06.2008
Workshop mit Studierenden aus Rostov am Don
Präsentation der Arbeitsergebnisse (v.l.n.r.): Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Dekan Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn, Prof. Dr. Vladimir Zyryanov, Rektor Prof. Dr. Volker Ronge.Foto Michael Mutzberg
Prof. Dr. Vladimir Zyryanov, Leiter des Lehrstuhls für Transportorganisation und Straßenverkehr am Institut für Straßenbau und Verkehrswesen der Staatlichen Bauuniversität Rostov am Don, war mit einer Gruppe Studierender zu Gast an der Bergischen Universität. Dies war nach einem Besuch Wuppertaler Studierender in Rostov im vergangenen Jahr bereits der zweite gemeinsame Workshop. Gastgeber auf Wuppertaler Seite war Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Leiter des Instituts für Straßenverkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik in der Abteilung Bauingenieurwesen.
Die Staatliche Bauuniversität Rostov am Don wurde 1944 gegründet und zählt zu den größten Universitäten Russlands im Bereich Bauwesen. Etwa 9.000 Studierende verteilen sich auf fünf Institute, u. a. Industrie- und Zivilbau, Verkehr und Transport, Wirtschaft und Steuerung. Die Bergische Universität Wuppertal unterhält mit der Bauuniversität Rostov am Don seit mehreren Jahren eine Hochschulpartnerschaft.
Die russischen Studierenden bearbeiteten gemeinsam mit deutschen Kommilitonen im Rahmen des Workshops eine gemeinsame Projektaufgabe zum Thema Straßenverkehrssicherheit und Straßenbau am Beispiel eines Verkehrsknotenpunktes in Hessen. Das Projekt war vom Hessischen Landesamt für Straßen und Verkehrswesen zur Verfügung gestellt worden, das auch die Bearbeitung fachlich unterstützte.
Exkursion nach Münster: Mit Leihrädern durch "Deutschlands Fahrradhauptstadt", ganz rechts im Bild Prof. Dr. Vladimir Zyryanov, 5. v. r. der Wuppertaler Gastgeber Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach.Klick auf das Foto: Größere Version (2000 x 1338 pix; 2,04 MB)
Foto Dirk Boenke
Neben der Projektarbeit gab es mehrere Exkursionen, auch, um den Gästen etwas von deutscher Kultur und Gastlichkeit zu vermitteln. So führte eine Exkursion in die „Fahrradhauptstadt Deutschlands“, nach Münster. Fahrradverkehr spielt in Russland bisher kaum eine Rolle und war bereits beim letzten Workshop in Rostov Thema. Möglichkeiten rund ums Radfahren wurden den russischen Gästen in Münster durch praktische Anschauung vermittelt.
Die Ergebnisse des Workshops wurden von mehreren Gruppen mit Planungsalternativen präsentiert und diskutiert: Ein Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 30 Metern, ein – in Russland populärer – ovaler Kreisverkehr, eine Ampelanlage sowie eine verkehrsabhängig gesteuerte Ampelanlage. Die Varianten wurden von den Studierenden modelltechnisch simuliert, um Aussagen über die Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Ausgangszustand treffen zu können. Eine abschließende Gegenüberstellung der Planungsvarianten beinhaltete neben der Leistungsfähigkeit z.B. auch Aspekte der Wirtschaftlichkeit.
Ein 3. Sommer-Workshop ist für 2009 in Rostov geplant.
www.svpt.dewww.traffic-transport.org
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