im Europäischen Wettbewerb für junge Wissenschaftler

07.10.2008

Erstsemester der Bergischen Uni gewinnt zweiten Preis

im Europäischen Wettbewerb für junge Wissenschaftler

David Wittkowski hat beim europäischen Wettbewerb EUCYS (European Union Contest for Young Scientists) den mit 5.000 Euro dotieren zweiten Preis gewonnen. Bei der Konstruktion seiner preisgekrönten Apparatur leisteten Physiker der Uni Wuppertal technische Hilfe. Der 18jährige Abiturient aus Ratingen beginnt am Montag sein Physikstudium an der Bergischen Uni.

Bei dem EU-Wettbewerb für junge Wissenschaftler in Kopenhagen setzte sich Wittkowski gegen Konkurrenten aus 39 europäischen Ländern durch. Wittkowski hatte sich durch seinen Sieg im diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ für den angesehenen europäischen Wettbewerb qualifiziert.

Was passiert, wenn man einen Eimer Wasser auf einer Töpferscheibe rotieren lässt, ist bekannt: Das Wasser kriecht an der Eimerwand hoch, der Boden wird sichtbar. Doch was passiert, wenn sich ausschließlich der Boden des Eimers dreht, während die Eimerwand in Ruhe verharrt? Das Wasser bildet am Boden eckige, rotierende Muster. David Wittkowski ging diesem Phänomen auf den Grund und konstruierte einen Plexiglaszylinder mit drehbarem Kunststoffboden. Darin ließ er Flüssigkeiten wie Öl und Wasser Karussell fahren und zauberte die unterschiedlichsten Muster auf den Gefäßboden: Keulen, Dreiecke, Quadrate, Sechsecke. Mit einer selbst geschriebenen Computersimulation konnte er seine Beobachtungen sogar theoretisch untermauern.

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2007 hatte Wittkowski mit diesem Thema bereits den ersten Preis im Schülerwettbewerb „Physikpreis zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses im Bergischen Land“ gewonnen und erste Kontakte zur Universität Wuppertal geknüpft. Peter Kind, Diplom- Physiker an der Uni Wuppertal und Jurymitglied beim Physikpreis, bot sich als Ansprechpartner an. Nachdem sich Wittkowski beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ für den Bundeswettbewerb qualifiziert hatte, bat er die Uni Wuppertal um technische Hilfe bei der Verbesserung seiner selbstgebauten Apparatur. Nach Gesprächen mit Dipl.-Phys. Dr. Karl- Walter Glitza baute die Physik-Werkstatt unter Leitung von Martin Hoppe eine mechanisch verbesserte Apparatur. Vor Wittkowskis Reise nach Kopenhagen leisteten die Wuppertaler Wissenschaftler nochmals technische Hilfe für den Experimentalaufbau.

Der "European Union Contest for Young Scientists" wird von der Europäischen Kommission veranstaltet mit dem Ziel, den wissenschaftlichen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern zu fördern. Beim diesjährigen Contest traten 133 Nachwuchswissenschaftler gegeneinander an und stellten Projekte u.a. aus den Bereichen Computer, Biologie, Umwelt, medizinische Wissenschaften, Physik und Mathematik vor.

http://ec.europa.eu/research/youngscientists
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