Prof. Lambert T. Koch übernahm ganz offiziell das Amt von Prof. Volker RongeZu Gast: Minister Prof. Andreas Pinkwart und Ministerpräsident a.D. Prof. Bernhard Vogel

18.10.2008

Feierliche Rektoratsübergabe

Prof. Lambert T. Koch übernahm ganz offiziell das Amt von Prof. Volker Ronge
Zu Gast: Minister Prof. Andreas Pinkwart und Ministerpräsident a.D. Prof. Bernhard Vogel

Wünschten Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch (mitte) gutes Gelingen (v.l.n.r.): Hochschulratsvorsitzender Dr.h.c. Josef Beutelmann, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Bernhard Vogel und Wuppertals Oberbürgermeister
Peter Jung. Wünschten Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch (mitte) gutes Gelingen (v.l.n.r.): Hochschulratsvorsitzender Dr.h.c. Josef Beutelmann, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Bernhard Vogel und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung.Fotos Michael Mutzberg

Seit dem 1. September ist das neue Rektorat der Bergischen Universität im Amt. In der ersten Vorlesungswoche des neuen Wintersemesters fand nun die feierliche Rektoratsbergabe in der Historischen Stadthalle statt. Im Beisein vieler Hochschulangehöriger und zahlreicher Gäste übernahm der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Lambert T. Koch (43) ganz offiziell das Rektoramt von dem Soziologen und Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dr.h.c. Volker Ronge (65).

Der Hochschulratsvorsitzende der Bergischen Universität, Dr.h.c. Josef Beutelmann, begrüßte die über 300 Gäste aus Hochschule, Politik und Wirtschaft bei dem Festakt in der Stadthalle. Die Bergische Universität sei als größte Ausbildungsinstitution der bergischen Region ein Highlight Wuppertals und wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region, so Dr.h.c. Beutelmann. Er dankte Prof. Dr. Volker Ronge für seine Verdienste um die Hochschule: „Sie haben in Ihrer Amtszeit die Eigenständigkeit der Bergischen Universität erhalten.“ Prof. Ronge war fast 17 Jahre Mitglied der Hochschulleitung, davon fast neun Jahre als Rektor.

Ende August waren auch die langjährige Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Annegret Maack, und der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Dr. Wolfgang Spiegel, aus dem Amt geschieden. Prof. Maack habe in ihrer langjährigen Tätigkeit als Professorin und Prorektorin an der Bergischen Universität, die Sprachwissenschaft und Kultur der Hochschule bereichert, so Josef Beutelmann. Anerkennend hob Dr.h.c. Beutelmann auch das unermüdliche Anliegen von Prof. Spiegel hervor, das gemeinhin weniger beliebte Fach Mathematik populärer zu machen. Als Abschiedsgeschenk überreichte der Hochschulratsvorsitzende den ausgeschiedenen Rektoratsmitgliedern Opern-Karten für ihre jeweiligen Heimatorte. 

Den neuen Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch bezeichnete der Hochschulratsvorsitzende als Glücksfall für die Universität, aber auch für die Bergische Region. Josef Beutelmann bedankte sich bei Carola Koch für die Unterstützung ihres Mannes, wünschte der gesamten neuen Führungsmannschaft der Bergischen Universität erfolgreiches Gelingen und rief sie auf, die Chancen des Hochschulfreiheitsgesetzes zu nutzen.

Rektor Lambert T. Koch mit Minister Andreas Pinkwart. Rektor Lambert T. Koch mit Minister Andreas Pinkwart.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung erinnerte sich in seinem Grußwort an viele Diskussionen mit Alt-Rektor Prof. Ronge, aber auch an sein "tolles" Engagement für die Uni: "Sie haben es geschafft aus der Bergischen Uni wirklich eine bergische zu machen." Dem neuen Rektor sagte der Oberbürgermeister seine Unterstützung zu: "Ich bin gerne an Ihrer Seite, wenn es darum geht, Stadt, Region und Universität noch näher zusammenzubringen."

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW, erinnerte daran, dass die Ausgangssituation des Rektorates von Prof. Ronge 1999 alles andere als einfach war. "Die selbstständige Fortexistenz der Bergischen Universität in Zeiten des Umbruchs ist Ihnen zu verdanken", würdigte der Minister die Arbeit von Prof. Ronge. Die entscheidenden Jahre für Entwicklung und Durchsetzung des Hochschulfreiheitsgesetzes habe Ronge als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz in seiner ihm eigenen "konstruktiv-kritischen Weise so begleitet, dass wir trotz aller Freiheitseuphorie auf dem Boden geblieben sind", bilanzierte Pinkwart.

Das neue Rektorat ermutigte er, sich mit Ehrgeiz und Selbstbewusstsein den Herausforderungen zu stellen: "Das Ministerium wird Sie mit Sympathie und tatkräftiger Unterstützung begleiten."

Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, Prof. Dr. Bernhard Vogel, den Prof. Koch als Festredner gewinnen konnte, freute sich, an diesem besonderen Tag für die Universität Wuppertal teilhaben zu dürfen. Der einmütige Wechsel in der Hochschulleitung – "ein Wechsel bei laufendem Motor" – sei nicht selbstverständlich, betonte Prof. Dr. Vogel. Die Ernennung Prof. Kochs zum Rektor sei ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Hochschulrat und Senat.

"Die Bergische Universität ist ein gutes Stück vorangekommen. Sie hat sich über einige Schwierigkeiten hinweggesetzt", so der ehemalige Ministerpräsident. "Nur wenn die Universität nicht gegründet worden wäre, gäbe es keine Probleme", resümierte Prof. Vogel. Er wünschte der neuen Hochschulleitung gutes Gelingen, "aber vor allem ihren Studenten eine Hochschule, an der sich das Studieren für ihr weiteres Leben und ihr Weltbild lohnt."

Prof. Dr. Axel Freimuth, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz NRW, würdigte die ungewöhnlich lange Zeit Prof. Ronges als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz (2005-2008): "Ich bewundere den Mut, mit dem Prof. Ronge auch in großer Runde immer wieder Kritik geäußert hat."

Prof. Dr. Bernhard Vogel im Gespräch mit Carola Koch, Ehefrau von Rektor Lambert T. Koch. Prof. Dr. Bernhard Vogel im Gespräch mit Carola Koch, Ehefrau von Rektor Lambert T. Koch.

Alt-Rektor Prof. Dr. Volker Ronge beschäftigte sich in seiner Abschiedsrede schließlich mit der Frage, wie sein Leben als langjähriger Rektor, Prorektor und Universitätsprofessor "im historischen Kontext" war, und kam zu dem Schluss: "Die Hochschulpolitik hat in diesen rund 40 Jahren meines Professoren- und Rektorenlebens die deutsche Universitätstradition verabschiedet."

Prof. Ronge setzte sich kritisch mit der Hochschulreformpolitik der letzten Jahre auseinander ("Ich habe jetzt die Freiheit zu reden, worüber ich will. Sie werden es hoffentlich ertragen.") und betonte: "Die neue Hochschulfreiheit bedeutet gar nicht Hochschul- Autonomie, sondern den Wechsel von einer zu einer anderen externen Determinierung." Ronge stellte klar, dass er – entgegen der historischen Entwicklung – viel von der staatlichen Körperschaft Universität halte: "Ich persönlich hätte ein Wirtschaftsunternehmen Hochschule nicht leiten mögen." Seinem Nachfolger wünschte Prof. Ronge eine glückliche Hand und viel Erfolg.

Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch dankte seinem Vorgänger und erklärte, ihm sei die Schwierigkeit bewusst, "das Schiff auf Kurs zu halten". Um erfolgreich durch "turbulente Fahrwasser" zu kommen, rief Prof. Koch Hochschulmitarbeiter und Studierende dazu auf, die Entwicklung der Hochschule tatkräftig, optimistisch und konstruktiv zu begleiten: "Wir müssen uns als Gemeinschaft begreifen." Die regionalen Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft forderte er zu enger Kooperation auf: "Wir freuen uns auf eine gute, erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit mit Ihnen."

Prof. Dr. Lambert T. Koch ist der sechste Rektor in der 36jährigen Geschichte der Wuppertaler Hochschule: Auf den Gründungsrektor Prof. Dr. Dr.h.c. Rainer Gruenter (gest. 1993), der bis 1983 amtierte, folgte Prof. Dr. Josef Maria Häußling und 1987 Prof. Dr. Dr.h.c. Siegfried Maser; Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl wurde 1991 Rektor und 1999 von Prof. Ronge abgelöst. Mit 43 Jahren ist Prof. Koch der mit Abstand Jüngste im Spitzenamt der Bergischen Universität Wuppertal.

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Unter den Gästen …

Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl im Gespräch mitProf. Dr. Christiane Spiel, stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates. Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl im Gespräch mit
Prof. Dr. Christiane Spiel, stellvertretende Vorsitzende des Hochschulrates.

… waren nicht nur Dekane und Prodekane, Senatsmitglieder und Mitarbeiter der Universitätsverwaltung, Angehörige der Zentralen Einrichtungen und Institute sowie Interdisziplinären Zentren der Bergischen Universität, sondern auch die Hochschulratsmitglieder Dipl.-Physiker Dr. Hans-Udo Klein, Absolvent der Bergischen Uni und Geschäftsführer der Accel GmbH, Bergisch Gladbach, Dipl.-Volkswirt Dipl.-Kfm. Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille und Prof. Dr. Friedrich Steinle (beide Bergische Universität), Alt-Kanzler Dr. Klaus Peters, Ehrenbürger Reinhard Grätz, ehemaliger Wuppertaler Landtagsabgeordneter und langjähriger Vorsitzender des WDR-Rundfunkrates, und Zeitungsverleger Bernhard Boll (Solinger Tageblatt), Prof. Dr. Johannes Köbberling, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität, Ministerialrat Dr. Dietmar Möhler und Ministerialrätin Angelika Claßen vom NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Horst Ellinghaus, MdL, Wuppertals Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig, Wuppertal Botschafter Markus von Blomberg, Peter Vaupel, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal, Dr. Rolf Volmerig, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wuppertal, sowie zahlreiche hochrangige Vertreter anderer NRW-Hochschulen und Wuppertaler Unternehmen.

 Foto Uwe Schinkel

 

 

 
 

 

Rektor Lambert T. Koch im Kreise seiner Vorgänger (v.l.n.r.)
Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Siegfried Maser, Alt-Rektor
Prof. Dr. Dr.h.c. Volker Ronge und Alt-Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Erich Hödl.

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