03.06.2009
Rektor Prof. Koch am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN
Ausgesprochen fasziniert war Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch bei einem Besuch am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik in Genf vom CERN selbst und von dem Wuppertaler ATLAS-Experiment, das Teil der "größten Forschungsmaschine der Welt" ist, des Teilchenbeschleunigers LHC, der im Herbst nach einem Jahr wieder starten wird. Mit dem ATLAS-Experiment am Large Hadron Collider (LHC) sollen der innerste Aufbau der Materie untersucht und Verhältnisse hergestellt werden, die einen winzigen Bruchteil einer Sekunde nach dem Beginn des Universums herrschten. Die Bergische Universität ist durch die Teilchenphysiker Prof. Dr. Peter Mättig, Prof. Dr. Wolfgang Wagner und Prof. Dr. Christian Zeitnitz am ATLAS-Detektor beteiligt.
In 100 Metern Tiefe direkt am "Haupteingang" des Atlas-Experiments (v.l.n.r.): Prof. Dr. Peter Jenni, "Gründungsvater" von ATLAS und langjähriger
Sprecher, ATLAS-Sprecherin Prof. Fabiola
Gianotti Ph.D., Dr. Tobias Flick, Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Prof. Dr. Peter
Mättig, Prof. Dr. Wolfgang Wagner, Doktorandin Jenny Boek und Prof. Dr.
Christian Zeitnitz.Foto Andreas Lukesch/Westdeutsche Zeitung
Während seines Aufenthalts traf Prof. Koch Wuppertaler Doktorandinnen und junge Wissenschaftler. In Gesprächen mit leitenden Physikern des CERN gewann er einen Einblick in Struktur, Ziele und Bedeutung der Beiträge der Bergischen Universität beim Bau des Experiments und der Vorbereitung der Datennahme. Die Arbeit der Wuppertaler Gruppe am ATLAS-Experiment des LHC wurde in den vergangenen zehn Jahren mit Drittmitteln des Bundesforschungsministeriums in Höhe von ca. sechs Millionen Euro gefördert. Wuppertaler Physiker haben wesentliche Komponenten für den innersten Teil des fünf Stockwerke großen Experiments gebaut und tragen durch ihr ca. 1000 Rechner mit insgesamt 750 Terabyte Speichervolumen umfassendes Grid-Rechenzentrum für experimentelle Teilchenphysik und der weiteren Entwicklung der Computing-Technologie an der Universität zur Auswertung der riesigen Datenmengen bei.
"Die Wuppertaler Mitarbeit und Präsenz am CERN ermöglichen der Bergischen Universität Forschung auf Weltniveau. Frühe Einbeziehung von Studenten in diese Forschung in internationalem Umfeld bietet hervorragende Bedingungen für ihre Ausbildung", bilanziert Prof. Koch seinen Besuch am CERN. So promoviert die Diplom-Physikerin Jenny Boek (Abitur 2002 am städtischen Gymnasium Kothen) derzeit bei Prof. Mättig über ein ATLAS-Thema; sie ist soeben von einem einjährigen Aufenthalt am CERN zurückgekehrt. Ihr Kollege Dr. Tobias Flick, der vor zwei Jahren bei Prof. Mättig promovierte (Abi 1992 am Wilhelm- Dörpfeld-Gymnasium), lebt gegenwärtig am CERN; sein Kommentar: "Wir möchten die Früchte von zehn Jahren Arbeit in Wuppertal einfahren!"
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