09.03.2009
Wuppertaler Chemiker forschen in der Arktis
Guillermo Villena, Santiago, Chile, seit drei Jahren in Wuppertal und Doktorand im Fach Physikalische Chemie bei Prof. Dr. Peter Wiesen, vor der Messstation. Bei Temperaturen bis -40 Grad Celsius ist ein Gesichtsschutz notwendig. Klick auf das Foto: Größere Version (1536 x 2048 pix;
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Auf Einladung der University of California, Davis (USA), beteiligen sich Wuppertaler Atmosphärenchemiker im Rahmen des Internationalen Polarjahres am Forschungsprojekt OASIS. Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung physikalischer und chemischer Prozesse an Schnee- und Eisoberflächen in der polaren Atmosphäre. Guillermo Villena aus Santiago, Chile, seit drei Jahren in Wuppertal und Doktorand im Fach Physikalische Chemie bei Prof. Dr. Peter Wiesen, ist jetzt in der Arktis eingetroffen.
Der Probenahmemast liegt außerhalb der Messstation. Über diesen Mast werden die
Luftproben in die Station geleitet und dort mit den entsprechenden
Messgeräten analysiert.Klick auf das Foto: Größere Version
(2048 x 1536 pix; 1,99 MB)
OASIS heißt eine der berühmtesten Popgruppen der Welt, aber hier steht der Name für ein Forschungsprojekt: „Ocean Atmosphere Sea Ice Snowpack“. Die Physikalische Chemie der Bergischen Universität wurde zur Teilnahme an der Messkampagne am nördlichsten Punkt von Alaska, in Barrow, eingeladen, um dort empfindliche Messungen von salpetriger Säure (HONO) in der Atmosphäre durchzuführen. Diese Substanz ist von entscheidender Bedeutung für die Reinigungskraft der Atmosphäre.
Der nicht sehr komfortable Messcontainer...
Prof. Dr. Peter Wiesen: „Neueste Untersuchungen zeigen eine unerwartete, lichtinduzierte Bildung dieser Spezies auf Schnee- und Eisoberflächen, deren Ursache wir in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam aufklären wollen.“
Im Rahmen der Messkampagne wird das in Wuppertal entwickelte, weltweit empfindlichste Messgerät zum Nachweis von salpetriger Säure eingesetzt. Neuere Arbeiten mit Hilfe dieses Gerätes hatten bereits internationale Anerkennung erlangt. So wurde in einer Veröffentlichung in der Zeitschrift NATURE in Zusammenarbeit mit Forschern aus der Schweiz und Frankreich im Labor eine neue lichtinduzierte HONO-Quelle entdeckt, die auch für die in polaren Regionen beobachtete Bildung von Bedeutung sein könnte.
Das Barrow Arctic Research Center (BARC) in der tief
stehenden Sonne.
Kontakt:
Prof. Dr. Peter Wiesen
Telefon 0202/439-2515
Mobil 0174 911 0339
E-Mail wiesen@uni-wuppertal.de
PD Dr. Jörg Kleffmann
Telefon 0202/439-3534
www.oasishome.net
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