29.05.2009
Universität stellt ihr Finanzmanagement um
Die Hochschulverwaltung der Bergischen Universität stellt ihr Finanzmanagement um und betreibt künftig ihr Rechnungswesen, das bisher – wie in weiten Bereichen des öffentlichen Dienstes – kameralistisch abgewickelt wurde, nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Mit einer neuen Software für ihr Finanz- und Verwaltungsmanagement werden dazu gegenwärtig die technischen Voraussetzungen geschaffen, um Anfang 2010 zu starten.
Die Bergische Universität hatte nach einer europaweiten Ausschreibung die Lübecker MACH AG beauftragt, eine integrierte Software für das neue Finanzmanagement einzuführen: Die Universität benötigt eine Software, die die Bestimmungen des Hochschulfreiheitsgesetzes NRW (HFG) berücksichtigt und sie in die Lage versetzt, die gewachsenen Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume sachgerecht nutzen zu können. „Die MACH AG hat ein sehr leistungsfähiges und wirtschaftliches Angebot vorgelegt“, begründet Universitätskanzler Hans- Joachim von Buchka die Entscheidung. „Überzeugt haben uns Konzept und Vorgehensmodell zur raschen, kostengünstigen Einführung. Im Januar 2010 wollen wir den Betrieb mit der neuen Software aufnehmen.“ Die MACH-Software nutzen in NRW bereits die Universitäten Bochum, Düsseldorf, Münster und Paderborn. Von Buchka: „Wir werden so schnell wie möglich die MACH-Lösung auch für unser Personalwesen einführen.“
Die MACH AG, eine Aktiengesellschaft im Familienbesitz mit Standorten in Düsseldorf, Berlin und München, betreut zahlreiche Einrichtungen des öffentlichen und kirchlichen Dienstes, von der Evangelischen Kirche im Rheinland bis zum Bundespresseamt. Ihre modular aufgebaut Software ist auf die Besonderheiten öffentlicher Verwaltungen ausgerichtet. Finanzmanagement, Personalwesen und elektronische Vorgangsbearbeitung sowie Dokumentenmanagement können auf einheitlicher Datenbasis ohne Schnittstellen betrieben werden. Die Kosten für Einführung und Wartung über 10 Jahre belaufen sich auf rund 650.000 Euro.
Gemäß HFG betreiben die NRW-Hochschulen ihren Haushalt auf der Grundlage eines ganzheitlichen Controllings. Ihr Jahresabschluss beinhaltet die so genannte Drei-Komponenten-Rechnung (Bilanz, Ergebnisrechnung, Finanzrechnung). Eine Kreditaufnahme ist von einem testierten Jahresabschluss abhängig. Die künftige Integrierte Verbundrechnung basiert auf der kaufmännischen Buchführung und löst die bisherige Kameralistik ab.
Kontakt:
Kanzler Hans-Joachim von Buchka
Telefon 0202/439-2226, -2227
