09.06.2009
Das Zukunftsfeld E-Learning
80 Prozent der Studenten „moodlen“ – kein Kosewort, sondern Lernplattform
Hinter der Firewall: Das Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung (III)
An der Bergischen Universität steht die Abkürzung „ZIM“ für das Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung. In vier Folgen stellen wir Ausstattung, Aufgaben und Dienstleistungsangebote vor. Heute geht es um E-Learning und Anwenderunterstützung, Schulung und Qualifizierung. E-Learning ist für Lehre und Forschung von zentraler Bedeutung. Die IT- und Medienkompetenz von Studierenden und Mitarbeitern wird durch Information und Hilfe zur Selbsthilfe, außerdem durch Support und Beratung gefördert.
Studierende, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter nutzen u.a. Veranstaltungen zu Content-Management- Systemen, Groupware, E-Learning, Autorenund Multimediawerkzeugen sowie Präsentations- und Anwendersoftware im Kontext wissenschaftlichen Arbeitens. Kurse für Studierende laufen z.B. zu diesen Themen:
- Einführung in Linux und Windows Vista,
- Sicherheit im Internet,
- Einführung in Programmiersprachen,
- Dokumenten- und Wissensmanagement,
- Literaturverwaltungsprogramme,
- Lehren/Lernen mit einer Lernplattform,
- Bild- und Grafikbearbeitung,
- Wissenschaftliche Textverarbeitung,
- Wissenschaftliches Publizieren,
- Präsentationsprogramme,
- Erstellung von Internetseiten,
- Videobearbeitung: Digitale Videotechnik,
- Bloggen.
Workshops für Lehrende und Tutoren:
- Lernplattform Moodle,
- Content-Management-Systeme,
- Groupware für kooperatives Arbeiten,
- Audio Podcast,
- Video Podcast,
- Kompetenzerwerb Web 2.0 Technologien,
- Literaturverwaltung,
- Autorentools für E-Learning.
Die Lernplattform Moodle.
Unabhängig von seinem Weiterbildungsangebot für Angehörige der Bergischen Universität bildet das ZIM Schulabgänger aus der Region zu Fachinformatikern der Fachrichtungen „Anwendungsentwicklung” und „Systemintegration” aus. Die Ausbildungsplätze sind in die Bereiche Netzwerk und Anwenderunterstützung eingebunden.
Um die vielfältigen Möglichkeiten von E-Learning optimal nutzen zu können, müssen einige personelle und strukturelle Voraussetzungen gegeben sein. Die erfolgreiche Integration von E-Learning in die Präsenzlehre wird durch aufeinander aufbauende Schulungs- und Weiterbildungsangebote unterstützt. Durch eigene praktische Erfahrungen in der Lehre und durch technische und didaktische Betreuung der E-Learning-Ressourcen ist das ZIM so optimale Schnittstelle.
Die Lernplattform Moodle als Learning-Management-System (https://moodle.uni-wuppertal.de) nutzen mittlerweile über 80 Prozent aller Studierenden und viele Lehrende. Das ZIM stellt die technischen Ressourcen, führt Anpassungen an Vorgaben des Datenschutzes durch und bietet durch Workshops und individuelle Informations- und Beratungsangebote die mediendidaktische Grundlage für die Nutzung. Der Aufbau der Lernplattform ist modular, so dass sowohl ganz einfache wie auch sehr komplexe Lehr- /Lernszenarien umgesetzt werden können.
Auf der Lernplattform können Arbeitsmaterialien und Literatur abgelegt und nach Bedarf weitere Lernaktivitäten hinzugefügt werden. Als Lernaktivitäten stehen u.a. Foren, Aufgaben, Wikis, Glossare, Chat sowie Lerntagebücher zur Auswahl. Das ermöglicht eine gezielte Förderung des kooperativen und selbstgesteuerten Lernens. Programmierkenntnisse sind nicht notwendig. In jedem der sieben Fachbereiche der Universität werden Präsenz-Seminare mit Hilfe der Lernplattform unterstützt.
Podcasting ist eine innovative Multimedia- Technologie, die vermehrt in die universitäre Lehre einbezogen wird. Durch Podcast steht den Lernenden eine Ressource mit flexibler zeitlicher Nutzung zur Verfügung. Im Selbststudium (http://www.zim.uni-wuppertal.de/e-learning/selbstlerner/) können die Studierenden sich beliebig mit anderen zusammensetzen und so ein umfangreiches Informationsmedium als Lernressource in der Interaktion mit Kommilitonen nutzen.
Die Selbstlernplätze in Gebäude T, Ebene 11.
Zunehmend werden in der Universität neue Medien sowie E-Learning gestützte Lehr- und Lernkonzepte eingebunden. Demgegenüber stehen sich im Hochschulleben Menschen mit verschiedenen Medienbiographien und Medienkompetenzen gegenüber, die eine zunehmende „digitale Kluft” aufzeigen.
Im Fokus dieser Entwicklung verstärken sich die Erfordernisse und Bestrebungen sich stetig selbst weiter zu qualifizieren. Entsprechend hat das ZIM acht Selbstlernplätze mit dierser Software, Internet und Lernprogrammen eingerichtet, die einen flexiblen, subjekt-orientierten Wissenserwerb ermöglichen. Diese Computerlernplätze sind optimale Ergänzung zum Selbststudium und ermöglichen zudem mit bewährter Software eigene Lernprogramme zu erzeugen.
Das ZIM ist Kooperationspartner von ETeaching. org. Auf dem Web-Portal www.e-teaching.org können lokale Informationen der Bergischen Universität mit dessen Inhalten verknüpft werden. Das ZIM bietet ergänzende Inhalte zum Informationsangebot für die (tele-)mediale Hochschullehre.
Das Projekt e-teaching@university dient als Selbstlernangebot für interessierte Dozierende und als Baustein für hochschulspezifische Qualifizierungs- und Medienentwicklungsstrategien. Ringvorlesungen und Online-Schulungen im Themenbereich ELearning sind für Lehrende und Studierende selbstverständlich kostenlos.
Die ZIM-Benutzerberatung ist wichtigstes Angebot im Bereich der Anwenderunterstützung. Das Kerngeschäft der Benutzerberatung:
- Telefon- und E-Mail-Hotline mit angeschlossenem Trouble Ticket System als zentrale Anlaufstelle (First Level Support),
- Beratung und Hilfestellung bei Nutzung von Serviceleistungen des ZIM (PIN/Passwort, E-Mail, Netz, WLAN, Scan-Station),
- Anfragen zu Diensten, Hard- und Software,
- Weiterleitung komplexer Anfragen an den Second Level Support,
- Betrieb einer Beratungs- und Informationstheke, u Durchführen von Informationsveranstaltungen,
- Kurse in der Lernplattform Moodle,
- Bereitstellung von Informationen im Web,
- Print-Informationen und Handbücher.
Die Benutzerberatung mit ihrer Beratungs- und Informationstheke bildet gemeinsam mit der Mediothek und der Geräteausleihe das Benutzer- und Medienbüro auf dem Campus Grifflenberg (Gebäude T.) mit einladender, offener Atmosphäre, ergänzt durch ein Internet-Cafe-Pool.
M.K.
Teil I unserer Serie:
Wichtig wie Wasser und Strom
Wie an der Bergischen Uni moderne digitale Kommunikation funktioniert
Teil II unserer Serie:
Ohne Medien keine Universität
Multimedia-Hörsäle, Multimedia-Vorlesungen – alles ist heute multimedial…
