06.07.2009
Das Sprachlehrinstitut der Uni
Die kleinste Zentrale Einrichtung hat 70 Kurse in zehn Sprachen im Angebot:
Für Studierende und Mitarbeiter und „Deutsch als Fremdsprache“ für Ausländer
Veränderte Anforderungen an Lehre und Studium wie sie der Bologna-Prozess und die Globalisierung der Märkte bewirkt haben, sind Ursache dafür, dass sich Hochschulen intensiv mit Internationalisierung beschäftigen müssen. Das betrifft neben der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge auch die Fremdsprachenausbildung an den Universitäten. Diese müssen ihre Studierenden und Mitarbeiter entsprechend qualifizieren und Möglichkeiten für hochwertige Sprachenausbildung bereit halten. An der Bergischen Universität übernimmt dies das Sprachlehrinstitut (SLI), das 2003 aus dem Sprachlehrbereich des ehemaligen Audiovisuellen Medienzentrum (AVMZ) hervorgegangen ist und als eigenständige Organisationseinheit mit nur drei festen Mitarbeitern kleinste und jüngste Zentrale Einrichtung der Uni ist.
Das Sprachlehrinstitut der
Bergischen Universität
(v.l.n.r.:) Leiterin Dr. Agnes
Bryan, Annette John
(Sekretariat und Koordination)
und Wolfgang
Holtschneider-Seuthe
(Deutsch als Fremdsprache).
Fundierte Sprachkenntnisse sind für einen erfolgreichen Studienabschluss und einen ebenso erfolgreichen Einstieg in die Arbeitswelt, aber auch für international verknüpfte Wissenschaftsforschung sowie internationale Studiengänge unerlässlich.
Das SLI-Kursprogramm unterteilt sich in die beiden Schwerpunkte „Fremd- und Fachsprachen“ und „Deutsch als Fremdsprache“ und bietet fast 70 Kurse in 10 Sprachen an, die von ca. 1200 Studierenden und Beschäftigten pro Semester besucht werden:
• Englisch,
• Spanisch,
• Russisch,
• Französisch,
• Italienisch,
• Portugiesisch,
• Türkisch,
• Chinesisch,
• Schwedisch sowie
• Deutsch als Fremdsprache
Waren früher in einigen Sprachen ausgebuchte Kurse (mit Wartelisten!) die Regel, können derzeit alle Interessenten untergebracht werden. Besonderen Anklang finden die neu eingeführten Sprachen Schwedisch und Chinesisch.
Während Schwedisch zum ersten Mal als Kompaktkurs im letzten Wintersemester ins Programm aufgenommen wurde, können Chinesisch-Kurse schon seit fast 2 Jahren belegt werden. Das Kursangebot für Chinesisch besteht aus regulären Sprachkursen sowie einem Sprach-Tandem, in dem deutsche und chinesische Lerner mit Grundkenntnissen die jeweilige Fremdsprache üben und ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern können. Ein Kooperationsvertrag mit dem Gymnasium Bayreuther Straße ermöglicht Schülern ab Klasse 9, am Chinesischunterricht teilzunehmen
Das Kursangebot im Bereich Deutsch als Fremdsprache richtet sich an ausländische Studierende, die vom Akademischen Auslandsamt für ein Studium zugelassen wurden, und an Uni-Mitarbeiter. Ein differenziertes Kurssystem ermöglicht, dass Studierende entsprechend ihren Vorkenntnissen eingestuft werden, um auf die Deutsche Sprachprüfung Hochschulzugang (DSH) vorbereitet werden zu können, die ebenfalls im SLI durchgeführt wird. Das Sprachlehrinstitut ist gleichzeitig Testzentrum für einen weiteren Test (TestDaF), der bei entsprechender Punktzahl ebenfalls als Sprachnachweis ein Hochschulstudium ermöglicht.
Für ausländische Studierende, die die DSH erfolgreich absolviert haben und schon im Fachstudium sind und für Studierende aus Austauschprogrammen, werden studienbegleitende Deutschkurse für verschiedene Fachrichtungen angeboten, in denen fachspezifische Texte gelesen und diskutiert werden, aber auch Hilfestellungen für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten bzw. für das Studium generell gegeben werden.
Die Einteilung der Kursstufen entspricht einem europaweiten Rahmen, wobei im SLI Kurse auf Niveaustufen angeboten werden, die sowohl allgemeinsprachliche als auch fachsprachliche Inhalte umfassen. Das gesamte Kursangebot ist mittlerweile regelmäßiger Bestandteil in den Curricula verschiedener Studiengänge. Studierende des „Kombinatorischen Bachelor of Arts“ oder einiger technischer Fachrichtungen können sich so z.B. Fremd- und Fachsprachenkurse für den Optional- oder Wahlpflichtbereich ihres Studiengangs anrechnen lassen.
Das Deutschkursprogramm wird von ausländischen Studierenden aus Erasmus- oder anderen Austauschprogrammen genutzt, die damit bestimmte Credits erhalten können.
Neben der Vergabe hochschulinterner Zertifikate in allgemein- und fachsprachlichen Kursen gibt es für Englisch und Französisch die Möglichkeit, sich auf international anerkannte Zertifikate wie das International English Language Testing System (IELTS), den Test of English for International Communication (TOEIC®) oder den Test de Français International (TFI) vorzubereiten und mit entsprechenden Prüfungen bewerten zu lassen.
Die Sprachvermittlung erfolgt vorrangig in Form von Präsenzunterricht, der durch Exkursionen und landeskundliche Projekte ergänzt wird. So findet einmal pro Semester für die Teilnehmer der Deutschkurse ein einwöchiges Kompaktseminar zum Thema „Deutsche Geschichte und Kultur“ in einer Bildungsstätte im Teutoburger Wald statt. Eine Kooperation mit dem Von der Heydt- Museum macht ausländische Studierende durch künstlerische Themen mit Aspekten unserer Kultur vertraut. Lehren und Lernen mit modernen Kommunikations- und Informationstechnologien ist ebenfalls möglich. Dazu stehen interessierten Studierenden computergestützte Lerneinheiten im Selbstlernzentrum zur Verfügung.
Kooperationen mit Fachbereichen zur Gestaltung von Sprachmodulen oder mit dem Careers Service zur Berufsqualifizierung (Job Applications, Presentations in English), Kurse in Englisch und Spanisch für wissenschaftliche Beschäftigte sowie Schulungen für Verwaltungsmitarbeiter runden das SLI-Fremdsprachenprofil ab.
Kontakt:
Dr. Agnes Bryan, Leiterin des SLI
Telefon 0202/439-2078, -3304
nächste
