Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz gestorben

01.09.2009

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz gestorben

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz (Mitte) bei seiner Verabschiedung 2004 mit dem damaligen Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Volker Ronge (l.) und Abteilungsleiter Bauingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Felix Huber.
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz (Mitte) bei seiner Verabschiedung 2004 mit dem damaligen Rektor Prof. Dr. Dr.h.c. Volker Ronge (l.) und Abteilungsleiter Bauingenieurwesen, Prof. Dr.-Ing. Felix Huber.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz, Emeritus der Abteilung Bauingenieurwesen, wo er seit 1978 Unterirdisches Bauen, Grundbau und Bodenmechanik lehrte, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Prof. Walz war von 1991 bis 1995 als Prorektor für Studium und Lehre Mitglied der Hochschulleitung. Der gebürtige Berliner studierte an der Technischen Universität Berlin Bau- und Verkehrswesen, war Wissenschaftlicher Assistent, später Oberingenieur am Lehrstuhl für Grundbau und Bodenmechanik, 1971 in Berlin zum Professor ernannt und 1978 an die Bergische Universität berufen. 1984 lehnte einen Ruf der TU Berlin auf den Lehrstuhl seines Doktorvaters ab und blieb der Bergischen Universität treu.

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Prof. Dr.-Ing. Walz bekannt, als er die jahrelange Diskussion um die Trassenführung der L 418 durch das Staatsforst Burgholz mit dem Vorschlag einer Tunnellösung in bergmännischer Bauweise in eine neue Richtung lenkte. Prof. Dr.-Ing. Bernhard Walz und sein damaliger Kollege Prof. Hermann Schütz gaben ihrem Diplomanden Bernd Wagenbach 1984 die Bearbeitung einer Tunnellösung für die L 418 als Diplomarbeit. Als diese im November 1985 öffentlich vorgestellt wurde, hatte sie Sensations-Charakter. Die Westdeutsche Zeitung titelte: "Burgholz unberührt – preisgekrönte Diplomarbeit zur Tunnellösung". Im März 2006 machten die Beteiligten von damals, die beiden inzwischen emeritierten Professoren und ihr damaliger Diplomand Dipl.-Ing. Bernd Wagenbach, inzwischen im Management eines großen Bauunternehmens tätig, eine Ortsbegehung durch die Tunnelröhren und erinnerten an den – in doppeltem Sinne – Burgholz-"Durchbruch". Zwei Wochen später wurde der Tunnel für den Verkehr freigegeben: Die rettende Idee aus der Bergischen Universität war Wirklichkeit geworden.

Prof. Walz war viele Jahre in Gremien und Funktionen der akademischen Selbstverwaltung engagiert, so als Prodekan und Dekan seines Fachbereichs Bauingenieurwesen, als Senatsmitglied und später als Mitglied des Rektorates von Prof. Dr. Dr.h.c.

Erich Hödl. Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch und Dekan Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Dietrich Hoeborn schreiben in einem Nachruf auf Prof. Walz: "Sein hohes persönliches Engagement und sein großer Enthusiasmus waren Grundlage der Wertschätzung, die er insbesondere bei den Studierenden des Bauingenieurwesens genoss. Als Prorektor für Lehre, Studium und Studienreform hat er wesentlich zur Entwicklung der Universität beigetragen."

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