Architektur mit Energie

08.10.2009

Architektur mit Energie

Die Forschungsinitiative EnOB – Forschung für Energieoptimiertes Bauen, eine Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums, veranstaltete in Wuppertal eine Tagung unter dem Thema "Architektur mit Energie". Organisiert wurde die Veranstaltung von einem Team um Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss, Fachgebiet Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung. 32 Architektur-Studierende aus ganz Deutschland kamen in die Huppertsberg Fabrik, um sich auf Basis konkreter Fallbeispiele mit der Planung von „High-Performance-Gebäuden“ – Gebäuden mit hohem Komfort bei geringem Energiebedarf und niedrigen Betriebskosten – vertraut zu machen.

Die Organisatoren hatten die Huppertsbergfabrik – ein für Wuppertal typisches, mehrgeschossiges Fabrikgebäude aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts – als Tagungsort gewählt, eine inzwischen attraktive Adresse für Veranstaltungen und Büros aus der Kreativbranche.

Der Ort sollte die Teilnehmer inspirieren: Für ein ähnliches Gebäude auf dem so genannten ELBA-Areal sollten sie eine neue Nutzung finden und einen Vorentwurf entwickeln. Ziel war die Verbindung von Architektur mit energieoptimiertem Bauen. Weitere Anregungen erhielten die Teilnehmer auf Exkursionen, u.a. zur Zeche Zollverein, Essen, und zur Akademie Mont Cenis, Herne.

Arbeitsmodell des Entwurfobjekts. In dem geschossweise  
auseinander zu nehmenden Modell konnten die Teilnehmer u.a. ihre  
Raumkonfigurationen testen.
Arbeitsmodell des Entwurfobjekts. In dem geschossweise auseinander zu nehmenden Modell konnten die Teilnehmer u.a. ihre Raumkonfigurationen testen.

Die Studierenden lernten den Umgang mit Simulationswerkzeugen, um ihre Entwürfe in Bezug auf bauklimatische und energetische Aspekte zu optimieren. Unterstützt wurden sie u.a. von den Architekten Dietmar Riecks, Bochum (Architekt einer Null- Emmissionsfabrik), und Michael Müller, Wuppertal. Müller hatte das Passivhaus- Studentenwohnheim „Neue Burse“ – in dem die Teilnehmer auch untergebracht waren – entworfen.

Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse in Anwesenheit von Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Vertretern der Stadt Wuppertal, der Wirtschaftsförderung sowie Immobilienentwicklern.

Kontakt:
Dipl.-Ing. Markus Hemp
Fachgebiet Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung
Telefon 0202/439-4295
E-Mail mhemp@uni-wuppertal.de

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