16.11.2010
Das war der Tag der Forschung in Remscheid
Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Michael Petz erklärte, warum Chili und Gewürzpaprika mehr sind als nur scharf.
Fotos Stephanie Saage
Wie Luftschadstoffe durch Titandioxid zu harmlosen Substanzen abgebaut werden, beschrieb Luftchemiker Prof. Dr. Peter Wiesen.
(Aktualisiert 17.11.2010) Erstmalig fand am vergangenen Samstag der Tag der Forschung in Remscheid statt. Im Mittelpunkt standen Themen aus der Chemie und Biologie.
Die Wuppertaler Wissenschaftler erklärten den Besuchern im Remscheider Allee-Center u.a., wie Titandioxid Autoabgase abbaut und wie man mit Knallgas einen Motor betreiben kann. Gesundheitsbewusste konnten sich darüber informieren, aus welchen Inhaltsstoffen traditionelle Chinesische Medizin besteht und wie Pilze das Immunsystem stärken.
Auch Mitmachaktivitäten für Groß und Klein standen auf dem Programm. So fanden sich die Besucher am Stand der Biologie Auge in Auge mit gefährlich aussehenden „Gespenstschrecken“ wieder. Diese zeigten sich jedoch als sehr sanftmütige Wesen, ließen sich bereitwillig auf die Hand nehmen und streicheln.
Dr. Christine Hummel, Leiterin der Zentralen Studienberatung, im Gespräch mit Passanten.
Katja Indorf, Leiterin UNImarketing, (links) mit Prof. Dr.-Ing. Petra Winzer, Prorektorin für Transfer und Internationales.
Dr. Ralf Kurtenbach präsentierte einen Versuchsaufbau zum Thema Abbau von Abgasen.
Foto Jan-Philipp Wiesen.
Eine scharfe Wirkung auf die Geschmacksnerven der Besucher hatten die verschiedenen Chilisorten am Stand der Lebensmittelchemiker. Im Rahmen einer Verkostung erfuhren die Remscheider, dass der Wirkstoff Capsicin nicht nur in Würzmitteln, sondern auch zu Heilzwecken (z. B. in Wärmepflastern) eingesetzt wird.
Ein Aquarium mit Korallen und eine Stabheuschrecke zum Anfassen zogen viele Besucher zum Stand von Biologin Prof. Dr. Angelika Preisfeld und ihren Mitarbeitern.
„All you need is light“ war das Thema am Stand von Chemiker Prof. Dr. Ulrich Scherf und seinen Mitarbeitern.
Dr. Peter Jonk, Leiter der Wissenschaftstransferstelle und verantwortlich für die Organisation der Ausstellung, zeigte sich sehr zufrieden: „Am Wochenende besuchen im Schnitt bis zu 50.000 Besucher das Einkaufszentrum. Natürlich sind nicht alle an unseren Ständen stehengeblieben, aber selbst diejenigen, die nur im Vorbeigehen einen Blick auf unsere Präsentationen geworfen haben, konnten sehen, welch innovative Forschung an der Bergischen Universität durchgeführt wird. Wir haben uns über die große Resonanz der Remscheider Bevölkerung sehr gefreut.“
nächste
