Nach 35 Jahren trat Prof. Dr. Annegret Maack in den Ruhestand

03.04.2009

Nach 35 Jahren trat Prof. Dr. Annegret Maack in den Ruhestand

Verabschiedung nach 35 Jahren: Prof. Dr. Annegret Maack mit (v.l.n.r.) Prorektor Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel,
Prorektor Prof. Dr. Andreas Frommer und Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. Verabschiedung nach 35 Jahren: Prof. Dr. Annegret Maack mit (v.l.n.r.) Prorektor Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel, Prorektor Prof. Dr. Andreas Frommer und Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.Klick auf das Foto: Größere Version
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Foto Maren Wagner

Seit 1974 (!) gehörte die Anglistin und Amerikanistin Prof. Dr. Annegret Maack der Bergischen Universität an. 1999 war sie die erste Frau im Rektorat, dem sie neun Jahre als Prorektorin für Studium und Lehre angehörte. 2008 beging sie ihr 40jähriges Dienstjubiläum im Öffentlichen Dienst, zum 1. April ist sie in den Ruhestand getreten.

1974 kam Annegret Maack nach ihrem Studium – Englisch, Französisch, Philosophie und Pädagogik – in Freiburg und Marburg, wo sie 1970 über Charles Dickens promoviert hatte, als Wissenschaftliche Assistentin an den Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften. Nach ihrer Habilitation (Marburg 1975, über die Rezeption französischer Literatur in England) wurde sie 1978 zur außerplanmäßigen, 1980 zur Professorin auf Lebenszeit ernannt. „Die Chance, an einer jungen Universität zu lehren und zu forschen, hat mich dazu bewogen, nach Wuppertal zu kommen“, erzählt die Charles Dickens-Expertin.

Neben Charles Dickens („Für mich ist er der große Autor der viktorianischen Zeit“) und anderen Schriftstellern der viktorianischen Zeit waren Prof. Maacks Forschungsschwerpunkte die postmoderne Literatur Großbritanniens und Australiens. „Ich habe mich für Literaturen außerhalb des Ursprungslandes ihrer Sprache interessiert“, erklärt Prof. Maack ihre Leidenschaft für australische Literatur. So ist sie nicht nur Mitglied in der Amerikanischen und Deutschen Gesellschaft für Australienstudien, sondern hat auch mehrfach Australien bereist.

Prof. Maack war Dekanin ihres Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften, Mitglied in Promotions- und Prüfungsausschüssen sowie zahlreicher Berufungskommissionen. Außerdem war sie Mitglied in Konvent und Senat. Außerhalb der Universität wirkte sie u.a. in der Stipendienkommission des Deutschen Akademischen Austausch- Dienstes (DAAD) und im Beirat des Deutschen Anglistenverbandes.

Vor allem an den Teamgeist, der beim Aufbau der Bergischen Uni herrschte, denkt Prof. Maack gerne zurück: „Alle Kollegen, die damals nach Wuppertal kamen, verstanden sich als Team. So war zum Beispiel anfangs die Bibliothekssituation für Geisteswissenschaftler in Wuppertal schwierig. Wir sind nach Bochum und Münster, sogar nach Göttingen gefahren, um Bücher für unsere Forschungen zu finden. Alle Professoren und Mitarbeiter haben sich damals bemüht, die Universitätsbibliothek gemeinsam aufzubauen. Längst ist die Unibibliothek hervorragend! Ich werde sie auch als Pensionärin oft und gerne nutzen.“ Denn auch nach ihrer aktiven Zeit als Professorin wird Annegret Maack ihren Forschungsschwerpunkten treu bleiben. Zurzeit schreibt sie an einem Aufsatz über Dickens-Adaptationen.

„Sprache ist die Datenbank einer ganzen Kultur“ und „Europa hat einen wundervollen Reichtum an Sprachen“ – Zitate einer kämpferischen Prorektorin und Wissenschaftlerin. 2001 nutzte Prof. Maack das Europäische Jahr der Sprachen (2001) für eine erfolgreiche Offensive.

Als wichtigstes Ereignis ihrer Zeit als Prorektorin sieht Prof. Maack die grundlegende Veränderung der Studiengangstruktur, die Entwicklung, Akkreditierung und Implantation der Bachelor- und Masterstudiengänge – Wuppertal hatte vor allem in der Lehrerbildung die Nase vorn. Als Prorektorin für Studium und Lehre führte sie darüber hinaus erfolgreich die weiterführenden Schulen, Gymnasien und Gesamtschulen der Region an die Bergische Universität und ihr vielfältiges und nahes Angebot heran.

Prof. Maack freut sich auf ihren Ruhestand, aber sie weiß auch: „Am meisten werde ich meine Studenten und Studentinnen vermissen. Als Professorin hat man immer mit jungen Leuten zu tun, die was lernen wollen und aufgeschlossen sind. Diese Arbeit, den Kontakt mit jungen Menschen, werde ich vermissen.“

M.W.

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