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Bewegung bei Herzschwäche: Wie belastbar ist der Patient?

Herzschwäche ist eine Krankheit, die durch Luftnot unter Belastung und Abnahme der Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Im fortgeschrittenen Stadium ist der Alltag der Patienten stark beeinträchtigt. Welche Faktoren bei Herzschwäche zu einer Leistungseinschränkung führen, untersucht ein aktuelles Forschungsvorhaben des Wuppertaler Sportmediziners Dr. med. Michael T. Coll Barroso in Zusammenarbeit Prof. Dr. med. Dr. Thomas Hilberg, Sportmediziner an der Bergischen Universität Wuppertal. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für Herzforschung - einer Tochterorganisation der Deutschen Herzstiftung - mit 56.500 Euro für zwei Jahre gefördert.

Die Studie widmet sich beiden Formen der Herzschwäche, der systolischen und der diastolischen Herzschwäche. Bei der systolischen Form besteht eine verminderte Pumpfunktion der Herzkammern, die diastolische Form ist durch eine Versteifung des Herzmuskels gekennzeichnet, die die Füllung des Herzens mit Blut erschwert und so eine verminderte Herzleistung trotz ungestörter Pumpfunktion zur Folge hat.

Dass die Beschwerden bei Herzschwächepatienten durch ein gezieltes Herz-Kreislauf- und Muskelaufbautraining verbessert werden können, ist durch Studien belegt. „Wurden früher Patienten mit Herzschwäche noch angehalten, sich körperlich zu schonen, so gilt heute als gesichert, dass ein regelmäßiges körperliches Training den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst“, sagt Dr. Coll Barroso. „Jedoch ist für ein optimales Training von Patienten mit Herzschwäche eine Diagnostik notwendig, die in der Lage ist, die individuellen Faktoren offenzulegen, die die Leistung des jeweiligen Patienten beschränken.“

Für die besser untersuchte systolische Herzinsuffizienz hat sich gezeigt, dass das Ausmaß der Pumpfunktionsstörung des Herzens nur in sehr geringer Beziehung zu den Beschwerden und der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit der Betroffenen steht. „Eine besondere Rolle scheint eher die Skelettmuskulatur zu spielen, insbesondere die Fähigkeit der Muskeln, Sauerstoff aufzunehmen und zu verwerten“, so Dr. Coll Barroso.

Mindestens 100 Patienten werden in der Studie untersucht. „Am Ende der Studie sollen die unterschiedlichen begrenzenden Faktoren bei beiden Formen der Herzschwäche aufgeklärt sein, sodass wir möglichst auch Empfehlungen für ein besseres diagnostisches und therapeutisches Vorgehen werden geben können“, so Dr. Coll Barroso.


Kontakt:
Deutsche Herzstiftung / Deutsche Stiftung für Herzforschung
Michael Wichert / Pierre König
Telefon 069/955128-114/-140
E-Mail wichert@herzstiftung.de

Die Studie widmet sich beiden Formen der Herzschwäche, der systolischen und der diastolischen Herzschwäche. Bei der systolischen Form besteht eine verminderte Pumpfunktion der Herzkammern, die diastolische Form ist durch eine Versteifung des Herzmuskels gekennzeichnet, die die Füllung des Herzens mit Blut erschwert und so eine verminderte Herzleistung trotz ungestörter Pumpfunktion zur Folge hat.