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Ökonom Prof. Paul J.J. Welfens über die europäische Staatsschuldenkrise

Prof. Dr. Paul J.J. Welfens, Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Bergischen Universität Wuppertal, hat gestern im Rahmen einer Veranstaltung der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa in Berlin einen Vortrag gehalten zum Thema „Die Zukunft des Euro – Die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Überwindung“. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland statt.

„Die Eurokrise, die 2010 bis 2012 eine erhebliche Destabilisierung der EU bzw. der Währungsunion gebracht hat, könnte in 2013/2014 überwunden werden“, sagte Prof. Welfens. Das bisherige Krisenmanagement sei jedoch zum Teil fehlerhaft, teilweise seien nationale Politikfehler – wie in Griechenland und Irland –eine wichtige Ursache der Krise. „Die Euro-Krise ist aber auch ein Reflex der Transatlantischen Bankenkrise bzw. des Konkurses der US-Bank Lehman Brothers am 15. September 2008“, so Welfens.

Im Anschluss an seinen Vortrag diskutierte Prof. Welfens mit den Besuchern unter anderem über die Fragen „Wie sieht die Zukunft des Euro aus?“, „Wie ist das Krisenmanagement der Staats- und Regierungschefs zu bewerten?“ und „Welche Möglichkeiten gibt es, das Spannungsverhältnis zwischen Geber- und Nehmerländern fair und gerecht zu gestalten?“

Paul J.J. Welfens ist Jean Monnet Professor für Europäische Wirtschaftsintegration und Leiter des Lehr- und Forschungsgebiets Makroökonomische Theorie und Politik an der Bergischen Universität. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt Fragen von Wachstum, Europäischer Integration, Nachhaltigkeit und digitaler Weltwirtschaft.

Welfens hat mehr als 60 wissenschaftliche Beiträge und 40 Bücher verfasst bzw. herausgegeben und ist Mitherausgeber des Journals „International Economics and Economic Policy“. Im April 2012 erschien sein Buch „Die Zukunft des Euro – Die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Überwindung“ im Berliner Nicolai Verlag.

Die überparteiliche Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa wurde 1971 von Pauline Schwarzkopf in Hamburg gegründet. „Stiftungszweck ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen zu politisch bewussten und verantwortungsbereiten Persönlichkeiten mit dem Ziel der Stärkung des europäischen Gedankens und der gesamteuropäischen Völkerverständigung“, heißt es auf der Stiftungshomepage www.schwarzkopf-stiftung.de.

Weitere Informationen unter www.eiiw.eu.