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„Man muss manchmal auch unbequem sein“:
Das Gleichstellungsbüro an der Bergischen Universität

Das Gleichstellungsbüro der Bergischen Universität unterstützt die Hochschule

dabei, die Chancengleichheit von Frauen und Männern umzusetzen und bestehende Benachteiligungen abzubauen. Ein bisschen Kontrolle gehört dazu, sagt Dr. Christel Hornstein. „Man muss manchmal auch unbequem sein, damit sich etwas verändern kann“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Die Mitarbeiterinnen des Gleichstellungsbüros (v.l.n.r.): Tina Schulz, studentische Ansprechpartnerin, Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christel Hornstein und Gabriele Hillebrand-Knopff, stellv. Gleichstellungsbeauftragte.
Foto Denise Haberger

Zusammen mit ihren Stellvertreterinnen Gabriele Hillebrand-Knopff und Tina Schulz (studentische Ansprechpartnerin) berät Hornstein die Hochschulleitung, die Fachbereiche, die Zentralen Einrichtungen und die Verwaltung in Fragen der Gleichstellung und Weiterentwicklung des Genderprofils. Ob bei Vorstellungsgesprächen, in Berufungskommissionen für Professorinnen und Professoren oder in den Entscheidungsgremien der Uni – die gewählten Vertreterinnen des Gleichstellungsbüros haben das Recht, dabei zu sein. Sie haben ein Auge darauf, ob Gesetze eingehalten werden und sich die Universität an ihre Gleichstellungsziele hält: die Beteiligung von Frauen auf allen Qualifikationsebenen zu verbessern, Doppelkarrieren zu fördern und die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie zu stärken. „Vor allem der letzte Punkt ist in den vergangenen Jahren immer stärker in den Vordergrund gerückt“, sagt Christel Hornstein.

Um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie zu verbessern, hat das Gleichstellungsbüro mehrere Maßnahmen umgesetzt. Das Familienbüro etwa berät Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule bei allen Fragen rund um die Familienbetreuung. Außerdem gibt es einen Eltern-Kind-Lernraum in der Bibliothek sowie diverse Still- und Wickelräume. Darüber hinaus bietet die Bergische Universität als erste Hochschule Deutschlands seit 1996 Ferienbetreuung für schulpflichtige Kinder an. „In Sachen Kleinkindbetreuung besteht noch ein deutlicher Ausbaubedarf, hierin liegt eine der großen Herausforderungen der Zukunft“, so Hornstein.

Mit den Projekten „SommerUni“ vom 8. bis 12 Juli in Wuppertal und Junior-Mentoring versucht das Gleichstellungsbüro mehr junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Fächer zu begeistern. „Die Zahl der weiblichen Studierenden in den MINTFächern steigt erfreulicherweise weiter an“, sagt Hornstein. Diverse Förderprogramme sollen sie deshalb unterstützen. Das Qualifizierungsprogramm „Berufung und Karriere“, das talentierte Frauen bei der Karriereplanung und -entwicklung in Wissenschaft und Forschung fördert sowie sie auf dem Weg zur Professur professionell begleitet, findet auch bundesweit als gutes Vorbild Beachtung.

Im Gleichstellungsmagazin „magazIn“, das jeweils zum Semesterbeginn erscheint, werden regelmäßig Mitarbeiterinnen der Universität vorgestellt. „So machen wir die Leistungen von Frauen sichtbar“, sagt Hornstein. Auch Geschlechterforschung ist ein wichtiges Thema des Gleichstellungsbüros. Es konnten bereits diverse Forschungsprojekte ins Leben gerufen und sogar eine Professur für Gender und Diversity geschaffen werden.

An ihrer Arbeit schätzt Christel Hornstein besonders die Vielfältigkeit der Arbeitsgebiete, die zu betreuen sind. Auch die eigenen Projekte liegen ihr sehr am Herzen, denn dabei sei der Gestaltungsspielraum besonders hoch. An der Bergischen Universität erlebe sie sehr gleichstellungsoffene Menschen, dennoch sei es wichtig, dass der Gleichstellungsgedanke wie selbstverständlich im Routinehandeln aller ankomme. „Ideal wäre es, wenn ich überflüssig würde“, sagt Hornstein. Aber bis dahin muss der Gleichstellungsprozess noch weiter gemanagt werden.

www.gleichstellung.uni-wuppertal.de