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Gleichstellung: Bergische Universität Wuppertal in oberste Liga aufgestiegen

Die Bergische Universität Wuppertal ist in die oberste Liga der gleichstellungsstarken Hochschulen aufgestiegen. Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingesetzte Arbeitsgruppe hat den Abschlussbericht der Bergischen Universität zur Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards als besonders erfolgreich gewürdigt. Damit wurde die Bergische Universität in die Gruppe der 22 (von 68) Hochschulen aufgenommen, denen die höchste Qualifikationsstufe (Stadium 4) zuerkannt wird.

Gemeinschaftlicher Erfolg: Dr. Christel Hornstein, Gleichstellungsbeauftragte der Uni, und Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.

Die im Sommer 2008 von der DFG verabschiedeten Gleichstellungsstandards haben zum Ziel, systematisch die Beteiligung von Frauen im Wissenschaftssystem zu verbessern. In einem Zeitraum von fünf Jahren sollten die Mitgliedseinrichtungen forschungsorientierte Gleichstellungsstandards als Selbstverpflichtung umsetzen und konkrete Zielzahlen zur Steigerung des Frauenanteils vereinbaren. Dafür sollte ein Gleichstellungskonzept entwickelt werden, das durch ein Expertengremium beurteilt wurde.

In der ersten Bewertungsrunde war die Bergische Universität noch in Stadium 2 der Umsetzung. 2011 erfolgte auf Basis eines Zwischenberichts die Höherstufung in den oberen Bereich von Stadium 3. „Damals wurde uns bereits bescheinigt, dass wir über ein überzeugendes Gesamtkonzept verfügen“, sagt Dr. Christel Hornstein, Gleichstellungsbeauftragte der Bergischen Universität.

In der abschließenden Bewertungsrunde konnte die Universität jetzt die oberste Stufe erreichen. „Uns ist es vor allem gelungen, die Frauenanteile auf den unterschiedlichen Karrierestufen zu steigern“, so Christel Hornstein. Der Frauenanteil an Professuren konnte den Zielvorgaben entsprechend erhöht und die Zahl der Professorinnen im Gesamtzeitraum von 37 auf 58 gesteigert werden.

Die Gutachterinnen und Gutachter betonten in ihrer Stellungnahme, dass Gleichstellung an der Bergischen Universität fest auf der Leitungsebene verankert sei und als Querschnittsaufgabe vorangetrieben werde. Die Stabsstelle Gleichstellung und Vielfalt sei besonders geeignet, die Gleichstellungsaktivitäten zu stärken.

„Unser Aufstieg in die oberste Liga der gleichstellungstarken Hochschulen ist vor allem Dr. Christel Hornstein und ihren Kolleginnen vom Gleichstellungsbüro zu verdanken, aber auch Prorektor Prof. Dr. Heinz-Reiner Treichel als Rektoratsbeauftragten für Gleichstellungsfragen ist für seine Unterstützung sehr zu danken“, betonte Prof. Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universität.

Die DFG-Arbeitsgruppe würdigte in ihrem Gutachten die gleichstellungsorientierten Zielgespräche zwischen Universitätsleitung und Fachbereichen sowie die Festlegung von Budgetanteilen für dezentrale Gleichstellungsmaßnahmen (z.B. Stellen für Nachwuchswissenschaftlerinnen). Als besonders interessant wurde auch die Strategie beurteilt, Berufungsverfahren durch eine beratend mitwirkende Genderexpertin zu begleiten. Die Arbeitsgruppe begrüßte außerdem die Pläne für die Einrichtung eines Zentrums für Geschlechterforschung, die Genderprofessur in den Erziehungs- und Sozialwissenschaften sowie die Besetzung einer Juniorprofessur im Bereich der MINT-Fächer. Auch die Beteiligung am internationalen EU-Forschungsprojekt „GenderTime“ fand besondere Beachtung.

„An der Bergischen Universität hat der Prozess der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards insgesamt zu einer starken Dynamik geführt, die erst durch das gelungene und engagierte Zusammenwirken von Universitätsleitung und dezentralen Akteurinnen und Akteuren zum gemeinsamen Erfolg geführt hat“, betont Dr. Hornstein.

Bei den forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG gibt es insgesamt vier Stadien. Stadium 4 ist definiert als Entwicklungszustand, in dem ein bereits erfolgreich etabliertes Konzept weitergeführt und durch weitere innovative Ansätze ergänzt wird. Der Abschlussbericht zur Umsetzung des forschungsorientierten Gleichstellungsstandards und die Bewertung der DFG werden in Kürze auf der Homepage des Gleichstellungsbüros veröffentlicht.

www.gleichstellung.uni-wuppertal.de
www.dfg.de

Kontakt:
Dr. Christel Hornstein
Gleichstellungsbeauftragte/Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt
Telefon 0202/439-3090
E-Mail hornstein{at}uni-wuppertal.de