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Bilingualer Unterricht schon in der Grundschule?
Projekt an der Bergischen Universität Wuppertal

Das Interesse am bilingualen Lehren und Lernen nimmt zu und Unterrichtsangebote werden in NRW auch auf die Grundschulen ausgeweitet. Im Wintersemester setzten sich Anglistik-Studierende der Bergischen Universität in einem Seminar unter Leitung von Dr. Stefanie Frisch, Juniorprofessorin in der Didaktik des Englischen, mit Bilingualität, der Rolle der Sprachen im bilingualen Unterricht sowie verschiedenen Ansätzen zum bilingualen Lehren und Lernen auseinander.

Gruppenfoto
Uni meets Grundschule (v.l.n.r.): die Studierenden Nico Scheibe, Tina Branderhorst und Caroline Wisniewski mit Lehrerin Lea Hoffmann, Junior-Professorin Dr. Stefanie Frisch und den Studentinnen Jennifer Barz und Franziska Meyer.

Um den Studierenden auch einen Einblick in die Praxis zu ermöglichen, wurden sie von Lea Hoffmann, Klassenlehrerin der 2a an der bilingualen Grundschule Uhlandstraße in Solingen, in ihren Unterricht eingeladen.

In Solingen wird pro Jahrgangsstufe in einer Klasse Sachunterricht, Musik und Kunst überwiegend auf Englisch erteilt. Dr. Stefanie Frisch hat im Dezember die wissenschaftliche Begleitung dieser Grundschule übernommen.

Lehrerin Lea Hoffmann schlug als Unterrichtsthema „Magnetismus“ vor. Die Studierenden entwickelten in Kleingruppen Unterrichtsstunden, in denen die Kinder anhand von Experimenten herausfinden sollten, ob alle Metalle von einem Magneten angezogen werden und wie sich aus eisernen Gegenständen Magnete herstellen lassen. Es wurde zahlreiches Material erstellt, um den Kindern das Verstehen und Erarbeiten der Inhalte in der Fremdsprache zu erleichtern.

Die Stunden wurden dann von Lea Hoffmann und ihren Schülern durchgeführt und die Studierenden konnten ihr dabei über die Schulter schauen. Im Anschluss gab es gemeinsame Reflexionsrunden: Die Studierenden waren begeistert davon, wie ihre Ideen umgesetzt wurden; es wurden aber auch Dinge deutlich, die im Vorhinein nicht bedacht worden waren.

„Der bilinguale Unterricht stellt die Lehrperson vor ganz andere Herausforderungen als der einsprachige Sachunterricht oder auch der Fremdsprachenunterricht. Es war spannend, sich einmal selbst an der Konzeption einer solchen Stunde zu versuchen,“ sagt Studentin Tina Branderhorst.

Dr. Stefanie Frisch war zufrieden mit dem Ergebnis der Verzahnung von Theorie und Praxis: „Durch die Entwicklung der Unterrichtsstunden haben die Studierenden einen ganz anderen Blick für die zuvor theoretisch besprochenen Inhalte entwickelt. Es ist toll, zu sehen, was die Studierenden auf die Beine gestellt haben.“ Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung der Grundschule Uhlandstraße wird Prof. Frisch die Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler über vier Jahre hinweg untersuchen.

Kontakt:
Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch
Fachbereich Geistes- und Kulturwissenschaften
Telefon 0202/439-5035
E-Mail frisch{at}uni-wuppertal.de