Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Sprache wählen

Ausstellung zu Sexismus in der Sprache eröffnet

In der Universitätsbibliothek wurde heute die Ausstellung „Sexismus im Sprachgebrauch" eröffnet. 130 Germanistik- und Philosophie-Studierende hatten sich im Rahmen des Seminars "Sprachreflexion: Sexismus in mündlichen und schriftlichen Texten“ unter Leitung von Germanistik-Professorin Dr. Erika Lang und Philosophie-Professorin Dr. Friederike Kuster mit dem Zusammenhang von Geschlecht und Sprache sowie von Sprechen und Diskriminierung beschäftigt.

Im Praxisteil der Veranstaltung führten die Studierenden Interviews mit Kommilitonen verschiedener Fachbereiche, Schülerinnen und Schülern von Berufskollegs, Passantinnen und Passanten in der Wuppertaler Innenstadt sowie Bekannten im eigenen Umfeld. Ergebnisse dieser Interviews präsentieren die Studierenden noch bis 19. Februar in der Universitätsbibliothek.

Ausstellungseröffnung in der Universitätsbibliothek (v.l.n.r.): Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christel Hornstein, Professorin Dr. Erika Lang und Bibliotheksdirektor Uwe Stadler.
Foto Eva Noll

Gefragt haben die Studierenden in ihren Interviews mit den verschiedenen Zielgruppen zum Beispiel: Wie hoch ist die Akzeptanz geschlechtergerechter Formulierungen? Auf welche Einstellungen trifft Sprachwandel? Was verbinden Befragte mit Konzepten von Gender und Gender-Mainstreaming?

„Sprachreflexion ist die zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts und des Philosophieunterrichts, denn Sprache und Gesellschaft hängen voneinander ab“, sagt Prof. Erika Lang. „Reflektieren wir gesellschaftliche Strukturen, reflektieren wir Sprache. Reflektieren wir Sprache, reflektieren wir gesellschaftliche Strukturen“, ergänzt Prof. Friederike Kuster.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Gleichstellungsbüro der Bergischen Universität. Gleichstellungsbeauftragte Dr. Christel Hornstein dankte den Initiatorinnen der Ausstellung, den Professorinnen Dr. Erika Lang und Dr. Friederike Kuster, sowie ihren vielen engagierten Studierenden.

Christel Hornstein berichtete in ihrem Grußwort zur Ausstellungseröffnung auch von den Anfängen der sprachlichen Gleichberechtigung an der Bergischen Universität und betonte: "Der Anfang war zwar gemacht, Fortschritte wurden erzielt, aber ein Ende ist scheinbar immer noch nicht in Sicht. Es ist unverkennbar, dass zwischen der rechtlichen und der normativen Seite der Universität und ihrer Alltagspraxis, an tradierten Sprachmustern festzuhalten, ein Umsetzungsdefizit besteht, dessen Auflösung zwar nicht einfach, aber möglich ist." Sprache erlaube es, gerecht von und zu beiden Geschlechtern zu sprechen. "Machen wir doch einfach konsequenter davon Gebrauch", so die Uni-Gleichstellungsbeauftragte.

Die Besichtigung der Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek möglich: montags bis donnerstags von 8 bis 22 Uhr, freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 19 Uhr.

Ort: Universitätsbibliothek Wuppertal, Gebäude BZ, Ebene 07 (Eingangsebene), Gaußstr. 20, 42119 Wuppertal.

www.germanistik.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr. Friederike Kuster
Telefon 0202/439-2990
E-Mail kuster{at}uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Erika Lang
Telefon 0202/439-2388
E-Mail erika.lang{at}uni-wuppertal.de