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Uni-Rektor Koch bedankt sich
bei den Betriebssanitätern der Bergischen Uni

Drei Minuten – das ist das Ziel der Betriebssanitäterinnen und Betriebssanitäter der Bergischen Universität Wuppertal. Solange soll es höchstens dauern, bis sie bei einem Patienten eintreffen. Sechs Betriebssanitäter sind täglich für die Studierenden und Beschäftigten der Uni im Einsatz. Eine von ihnen ist Bettina Klein.

Uni-Rektor Prof. Lambert T. Koch bedankte sich bei Bettina Klein, stellvertretend für alle Betriebssanitäter.
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Foto Denise Haberger

Seit 18 Jahren kümmert sich die 55-Jährige um kleine und große Notfälle. Ein Erste-Hilfe-Kurs an der Uni weckte 1996 ihr Interesse. „Das hat mir Spaß gemacht und ich wollte mehr wissen“, erzählt Bettina Klein. Schnell entschied sie sich für die Ausbildung zur Betriebssanitäterin. Weitere Fortbildungen folgten. Mittlerweile engagiert sie sich auch in ihrer Freizeit für die Rettung von Menschen. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe bildet sie Sanitäter und Ersthelfer aus. Auch an der Bergischen Universität gibt sie Erste-Hilfe-Kurse.

Als Betriebssanitäterin ist Bettina Klein hauptsächlich für die Versorgung von Studierenden und Beschäftigten zuständig. Kommt über die uni-interne Notrufnummer 2121 bei der Sicherheitszentrale eine Meldung an, werden umgehend die Betriebssanitäter über ihre Diensthandys informiert. „Wir sind während unserer Arbeit, meist von 7.30 bis 17 Uhr, immer auf Abruf“, sagt Bettina Klein. Sie oder einer ihrer fünf Kollegen eilen dann zur Einsatzstelle. Bei größeren Notfällen kommen auch zwei.

Vor Ort beurteilen die Betriebssanitäter die Lage und entscheiden, ob sie die 112 rufen müssen oder den Patienten selbst versorgen können. Das notwendige Equipment haben sie immer dabei. „Mit unseren 14 Kilogramm schweren Rucksäcken sind wir für fast alle Notfälle gerüstet“, so Bettina Klein. Darin enthalten sind zum Beispiel ein Defibrillator, eine Sauerstoffflasche, ein Blutdruckmessgerät und Verbandsmaterial. Zu 60 bis 80 Notfällen werden die Betriebssanitäter im Jahr gerufen. Die meisten Fälle können sie vor Ort oder im Sanitätsraum auf dem Campus Grifflenberg behandeln. Manchmal müssen sie jedoch einen Rettungswagen kommen lassen.

Typische Einsätze sind Treppenstürze, Unterzuckerung, Schnittverletzungen oder Verätzungen – oft am Freitagnachmittag. „Da sind die meisten gedanklich schon im Wochenende und dann passieren besonders viele Unfälle“, so Bettina Klein.

Ihr bisher spektakulärster Einsatz war der Unfall eines Handwerkers auf dem Unigelände. „Er hatte sich bei einem Sturz stark blutende Wunden an der Hand und am Unterarm zugezogen“, erzählt sie. Als die Betriebssanitäter am Unfallort eintrafen, war der Verunglückte allerdings verschwunden. „Erst nachdem wir der Blutspur gefolgt waren, fanden wir ihn in einem Labor. Kurz danach wurde er bewusstlos. Dieser Einsatz erforderte nicht nur schnelles Handeln von unserer Seite, sondern auch den Einsatz eines Rettungswagens und Notarztes.“

Um Studierende und Beschäftigte, aber auch Mitarbeiter beauftragter Firmen auf allen drei Standorten der Universität gleich gut versorgen zu können, gibt es auf jedem Campus mindestens einen Betriebssanitäter. Auf dem Campus Grifflenberg sind neben Bettina Klein noch Ulrich Wissemann und Andreas Siebert in Bereitschaft.

Den Campus Freudenberg betreuen Gerd Rothbrust sowie Peter Schmied und auf dem Campus Haspel kommt Wolfgang Schmitz zum Einsatz. „Wir sind an den jeweiligen Standorten strategisch gut verteilt, sodass wir unsere Zeitvorgabe von drei Minuten auch einhalten können“, erklärt Bettina Klein.

Sind täglich für die Studierenden und Beschäftigten der Uni im Einsatz (v.l.n.r.): Peter Schmied, Arno Ueberholz (Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz), Andreas Siebert und Gerd Rothbrust. Auf dem Bild fehlen: Bettina Klein, Ulrich Wissemann und Wolfgang Schmitz.
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Foto Friederike von Heyden

Damit das auch in Zukunft so bleibt, sucht die Abteilung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Nachwuchs. Laut Bettina Klein sollten Betriebssanitäter gut mit Menschen umgehen und im Team arbeiten können. Wichtig sei außerdem, dass sie in ihrem Job sofort abkömmlich sind. Bettina Klein arbeitet zum Beispiel in der Universitätsbibliothek, allerdings hinter den Kulissen. „Stünde ich in direktem Kontakt mit den Studierenden, wäre das manchmal hinderlich. Denn wenn ein Notruf kommt, muss ich schnell weg können“, sagt sie.

Ausgebildet werden die zukünftigen Betriebssanitäter von allen Hilfsorganisationen. Voraussetzung ist ein Erste-Hilfe-Kurs, der nicht länger als zwei Jahre zurückliegen darf. Darauf folgen eine einwöchige Grundausbildung und ein mehrtägiges Seminar über Rechte und Pflichten. Alle drei Jahre ist außerdem eine Fortbildung Pflicht.

Wer Interesse hat, kann sich bei Arno Ueberholz (-2201), Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, oder bei seinem Stellvertreter, Hans-Hermann Arens (-3401), melden.

Die Betriebssanitäter sind über die uni-interne Notrufnummer 2121 zu erreichen. Der Sanitätsraum befindet sich auf dem Campus Grifflenberg in Gebäude G, Ebene 08, Raum 04.

www.dez5.uni-wuppertal.de