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Nach 40 Jahren Bergische Uni: Hubertus Knopff geht in den Ruhestand

Nach fast 40 Jahren an der Bergischen Universität Wuppertal ist Hubertus Knopff Mitte März in den Ruhestand verabschiedet worden. Er war im Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung zuständig für das Video-Operating sowie die Schulung und Qualifizierung von Uni-Angehörigen im Bereich Medienproduktion. Zahlreiche Uni-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kennen Hubertus Knopff von Veranstaltungen, bei denen er unter anderem für die Videoaufnahmen verantwortlich war.

Hubertus Knopff und sein interaktives Objekt „Duckfisch" (Ausgestellt im Garten des Hauses Hildener Künstler H6, 2012-2015).

1950 in Berlin geboren, zog Knopff 1962 mit seiner Familie nach Köln, wo er die Hauptschule besuchte und eine Lehre zum Fernmeldetechniker absolvierte. 1968 zog die Familie nach Wuppertal und 1972 machte Knopff sein Fachabitur. „Ich habe mich noch lange Zeit als Berliner gefühlt, aber inzwischen bin ich waschechter Wuppertaler“, betont der Vater zweier Söhne.

Nach einem Studium des Photoingenieurwesens an der FH Köln begann Knopff 1977 ein Studium der Elektrotechnik an der Bergischen Universität – Gesamthochschule Wuppertal. 1981 nahm er eine Stelle als Ingenieur im damaligen Audiovisuellen Medienzentrum (AVMZ) der Bergischen Uni an; 2005 fusionierten das Medienzentrum und das Rechenzentrum zum „Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung (ZIM)“. Ab 2008 war Hubertus Knopff auch Mitglied im Personalrat der Beschäftigten in Technik und Verwaltung. „Ich wollte etwas verändern und habe mich immer sehr gerne für die Kolleginnen und Kollegen eingesetzt“, betont er.

Rund 150 Filme wird er während seiner Zeit an der Wuppertaler Hochschule wohl gedreht haben. Filme, die Professorinnen und Professoren in ihren Lehrveranstaltungen eingesetzt haben, aber auch Dokumentationen von Lehrveranstaltungen oder universitären Festveranstaltungen.

Besonders beeindruckt ist Hubertus Knopff heute noch von einem Film aus dem Jahr 1994. Damals hatten die Mitarbeiter des AVMZ gemeinsam mit dem Maschinenbau-Professor Dr.-Ing. Helmut Richter – dem Erfinder der „Wissensfloater“ – eindrucksvolle bewegte Bilder in verschiedenen Gießereien der Region aufgenommen. Der Film „Gießen“ ist noch heute auf Youtube (https://www.youtube.com/watch?v=i7CphdHnhHs) zu sehen und wird von Studierenden zur Prüfungsvorbereitung genutzt.

Auch an der ersten Computeranimation der Bergischen Universität hat Hubertus Knopff mitgewirkt. „Für einen Chemieprofessor erstellten wir damals eine Animation über schadstofffressende Chemikalien“, erzählt Knopff, den die technische Entwicklung im Lauf seiner Jahre an der Bergischen Universität immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt hat. „Ich freue mich sehr, dass wir heute Vorlesungen vor Ort aufnehmen und über das Internet verbreiten können. Früher mussten wir immer Fernseher und Videorekorder rumschieben und wenn die Technik nicht geklappt hat, war man aufgeschmissen.“

In seiner Zeit als Ruheständler will sich Hubertus Knopff jetzt verstärkt seinem großen Hobby – der Kunst – widmen. Bereits seit 1976 beschäftigt er sich mit Malerei, Film, Objekten, Keramik und Fotografie. Seine Werke waren bereits in mehreren Ausstellungen („Kunst auf der Talsohle”, „Kunstfluss Wupper”, Skulpturenpark etc.) zu sehen. Ideen, Aufträge und Pläne für die nächsten Kunstwerke hat er schon und bei seinen nächsten Ausstellungen wird Hubertus Knopff sicherlich auch immer wieder auf langjährige Weggefährtinnen und -gefährten aus der Universität treffen.

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