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Exkursion ins Archiv des Liberalismus

„Koalitionen und Krisen. Der deutsche Liberalismus 1945-1969“ war das Thema einer Kooperationsveranstaltung der Bergischen Universität Wuppertal mit dem Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. In dem dreitägigen Seminar, geleitet von Historiker Prof. Dr. Ewald Grothe, ging es um den organisierten Liberalismus in der Ära Adenauer und den anschließenden Jahren in der Opposition bis zur Vorgeschichte der sozial-liberalen Koalition.

Prof. Dr. Ewald Grothe (r.) und seine Studierenden besuchten das Archiv des Liberalismus in Gummersbach.

Die Studentinnen und Studenten referierten und diskutierten zunächst zwei Tage an der Wuppertaler Universität. Am dritten Seminartag besuchten sie dann das Archiv des Liberalismus in Gummersbach. Dort erfuhren die Seminarteilnehmer, wie die Unterlagen der FDP im Archiv gesammelt, erhalten, bearbeitet und für die historische Forschung zur Verfügung gestellt werden. Außerdem erhielten sie eine anschauliche Einführung in die Aktenkunde am Beispiel vielfältiger Unterlagen zum ersten Bundesparteitag der FDP in Bremen (Juni 1949). Diese Kooperationsveranstaltung fand bereits zum sechsten Mal statt.

„Die FDP erwies sich in den 1950er und 1960er Jahren als dritte Kraft im Parteienspektrum und mitentscheidender politischer Faktor“, erklärt Ewald Grothe. Die Freien Demokraten hatten als langjähriger Koalitionspartner erheblichen Anteil an den Erfolgen der Regierungsarbeit in der Ära Adenauer. Dabei seien sie keineswegs immer ein bequemer Partner gewesen, sondern verursachten durch das hartnäckige Festhalten an eigenen Zielen und Grundsätzen immer wieder Koalitionskrisen und Koalitionsbrüche. „In der Zeit der Großen Koalition bildeten sie einen Widerpart im Deutschen Bundestag und bereiteten programmatisch, so beispielsweise in der Ausrichtung der Ostpolitik, bereits die sozial-liberale Koalition vor“, so Grothe weiter.

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