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Internationaler Workshop:
Studierende entwickeln neue Ideen für den Wallring in Dortmund

Zwei neue Eingangstore in die Innenstadt, ein Promenadenring und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer – das sind die Vorschläge, die Studierende eines internationalen Verkehrsplanungs-Workshops vergangene Woche für den Wallring in Dortmund erarbeitet haben. Veranstalter war Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Leiter des Lehr- und Forschungsgebiets Straßenverkehrsplanung und -technik an der Bergischen Universität. Neben Studentinnen und Studenten aus Wuppertal nehmen an dem Workshop Studierende aus Dortmunds Partnerstadt Rostov am Don (Russland), aus Bern (Schweiz) und Stellenbosch (Südafrika) teil.

Zu Beginn des Workshops erkundeten die Studierenden die Stadt.

Die Workshop-Teilnehmer präsentierten ihre Ergebnisse am Freitag im Saal der Partnerstädte des Rathauses der Stadt Dortmund. Die Verbesserungsvorschläge der Studenten für den Wallring basierten auf dem Prinzip „Koexistenz statt Dominanz“. Die Verteilungsfunktion des Wallrings für den Straßenverkehr solle auch künftig leistungsfähig erhalten bleiben. Dennoch soll viel mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden.

Gelingen kann dies, wie die Teilnehmenden anhand von Simulationen des Verkehrsflusses und von Gestaltungskonzepten mit viel neuem Grün in der Innenstadt eindrucksvoll nachweisen konnten, mit zwei Alternativen: Entweder durch eine Umwandlung in einen Einbahnstraßen-Ring oder durch eine Unterbrechung des Ringes am Hauptbahnhof. Beide Alternativen führen zu weniger Fahrstreifen, so dass am Ring Platz für einen Boulevard entsteht, der ähnlich des Promenadenringes in Münster eine neue „Erfahrung“ der am Ring gelegenen attraktiven Angebote, wie dem Dortmunder U, der Hövels Brauerei oder dem Bergmann Kiosk bieten kann, die ihre Aufenthaltsbereiche zur Innenstadt hin erweitern könnten.

Vergangenen Freitag präsentierten die Workshop-Teilnehmer ihre Ergebnisse im Dortmunder Rathaus.

Der Bahnhofsvorplatz wird das nördliche Tor zur Innenstadt – es entsteht nach der Vorstellung der Studierenden dort ein autofreier Platz mit Belebung des Quartiers rund um das Fußballmuseum und die Stadtbibliothek. Ein zweites Tor entsteht im Süden – dort wo am Platz Rostow am Don der neue Radschnellweg von Münster nach Düsseldorf an die Innenstadt angebunden wird. Von dort würde dann der neue Boulevard rund um die Innenstadt mit vielen neuen Bäumen angeschlossen. Dies alles funktioniert zwar mit einigen Umwegen für Autos, aber ohne Stau und mit ganz neuen Möglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer.

Gastdozenten in diesem Jahr waren Dr. Ivan Topilin, Dekan an der Straßen- und Verkehrsfakultät der Don State Technical University in Dortmunds Partnerstadt Rostov am Don (Russland), Prof. Marion Doerfel, Professorin für Verkehr an der Berner Fachhochschule und Megan Bruwer, Dozentin an der University Stellenbosch. Das Projekt wurde unterstützt von der Stadtverwaltung Dortmund, der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Umwelt und Verkehr und der Bergischen Universität Wuppertal.