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Neues Daten-Management für Hochschulen:
Universitäten in Düsseldorf, Siegen und Wuppertal kooperieren

Ob Versuchsergebnisse oder empirische Untersuchungen – wo geforscht wird, fallen Daten an. Um diese Daten optimal zu managen, bauen die Universitäten Düsseldorf, Siegen und Wuppertal ein gemeinsames Forschungsdatenmanagement auf. Dafür arbeiten die Zentren für Informations- und Medientechnologie sowie die Universitätsbibliotheken aller drei Standorte eng zusammen. „Unsere wohl bundesweit einzigartige Partnerschaft unterstreicht den ganzheitlichen Anspruch des Projekts“, so Dieter Huth, Leiter des Zentrums für Informations- und Medienverarbeitung (ZIM) der Bergischen Universität Wuppertal, und Uwe Stadler, Direktor der Universitätsbibliothek Wuppertal. Das Projekt „Forschungsdatenmanagement im Kooperationsverbund“ (FoDaKo) startete im September mit einem Kick-off-Meeting und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zwei Jahre lang gefördert.

Forschungsdatenmanagement ist mehr als die bloße Speicherung der Daten; es beginnt schon mit der Planung – möglichst bereits beim Antrag auf Forschungsförderung, lange vor Entstehung der Daten – und reicht bis zur Nachnutzung der Daten, beispielsweise durch andere Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit. Unveränderliche Identifikatoren sollen die Zitierung und Wiederverwertung der zugänglich gemachten Forschungsdaten erleichtern.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kick-off-Meetings in Siegen.

„Statt einer Web-Adresse, die sich ändern kann, verwenden die Nutzer der Daten in ihren Publikationen diesen unveränderlichen Identifikator und bekommen so eine einfache Möglichkeit an die Hand, die Herkunft der Daten zu dokumentieren, während die Datenproduzenten vom zusätzlichen Renommee profitieren, das die Datenzitierung einbringt“, erklärt Bibliotheksdirektor Uwe Stadler.

Dr. Torsten Rathmann
Foto ZIM / Felix Manns

Diese und weitere Dienste sollen im Projekt FoDaKo gemeinsam aufgebaut und verfügbar gemacht werden. Schon jetzt in der Frühphase des Projekts werden einige Dienste angeboten, nämlich Unterstützung bei der Erstellung von Datenmanagementplänen und bei der Auffindung von Speichermöglichkeiten für Forschungsdaten. „Selbstverständlich ist die Speicherung von Forschungsdaten, die das Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung schon seit einiger Zeit anbietet, weiterhin möglich“, betont ZIM-Leiter Dieter Huth.

Ziel der Zusammenarbeit der Universitäten ist es auch, Synergieeffekte zu nutzen. So haben sich die Projektpartner darauf verständigt, zunächst einmal mit den inhaltlichen Schwerpunkten Physik und Elektrotechnik (Wuppertal), Genomforschung (Düsseldorf) und Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Biologie (Siegen) zu beginnen.

An der Bergischen Universität steht ab sofort Datenmanager Dr. Torsten Rathmann, Diplom-Chemiker und Diplom-Mathematiker, (rathmann{at}uni-wuppertal.de) für Beratung in Sachen Forschungsdatenmanagement zur Verfügung.

www.fdm.uni-wuppertal.de