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Umfangreiche Erweiterung der Website www.arthur-schnitzler.de

Anlässlich des 86. Todestages von Arthur Schnitzler (1862-1931) am 21. Oktober wurde das Portal des im Akademienprogramm geförderten großen Langzeit-Projekts „Arthur Schnitzler digital: Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)“ um etliche Rubriken und neue Inhalte im Bereich „Biobibliographika“ erweitert (www.arthur-schnitzler.de/biobibliographika/). Das binationale Forschungsprojekt wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an der Bergischen Universität Wuppertal, der University of Cambridge und dem University College London in Kooperation mit der Cambridge University Library und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach sowie mit dem Trier Center for Digital Humanities durchgeführt.

Bei der Erweiterung des Portals handelt es sich um wichtige Informationen und Funktionalitäten, die zum Teil neu erarbeitet wurden und die der Forschung in dieser Form bislang noch nicht zur Verfügung standen: Dazu zählen eine detaillierte Rekonstruktion der ungewöhnlich komplizierten, durch den „Anschluss“ Österreichs und den Zwang zur Emigration von Schnitzlers Familie bedingten Geschichte von Schnitzlers Nachlass sowie eine Liste seiner sämtlichen Verwahrungsorte (einschließlich eines alphabetischen Verzeichnisses der verschiedenen, über unterschiedliche Teile der Welt verteilten Archive, die Texte von Schnitzler verwahren, aber die Kopien zum Teil identischer Materialien unter unterschiedlichen Signaturen archivieren).

Vor allem aber gehört dazu eine auf Vollständigkeit angelegte – auch eine Filmographie und Audiographie umfassende – große Schnitzler-Bibliographie in Gestalt einer interaktiven Datenbank. An einem Ort und auf vergleichsweise bequeme Weise ermöglicht die Datenbank jetzt erstmals Suchanfragen zu allen Ausgaben der Werke Schnitzlers, zu ihren Verfilmungen, ihren Vertonungen und Lesungen sowie zu allen Titeln der Forschungsliteratur, die sich dem Wiener Autor widmen. Der Forschung bietet das so erweiterte Schnitzler-Portal damit ein grundlegendes neues Hilfsmittel an.

Die jetzt vorgenommene Erweiterung gehört zu den Vorbereitungen für die erste digitale Publikation im Rahmen des Großprojekts: Die digitale historisch-kritische Edition von Schnitzlers Monolognovelle „Fräulein Else“ (1924) wird in wenigen Wochen in einer ersten Fassung online gehen.

Das Arthur-Schnitzler-Projekt ist eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprojekte an der Bergischen Universität seit ihrer Gründung 1972. Die Wuppertaler Hochschule hatte 2011 erstmals ein Langzeitprojekt aus dem renommierten Akademienprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien erhalten.

www.arthur-schnitzler.de

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Lukas
Telefon 0202/439-2151
E-Mail wlukas{at}uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Michael Scheffel
Telefon 0202/439-2249
E-Mail scheffel{at}uni-wuppertal.de