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Prof. Dr. Martin Riese in die Advisory Group der Satellitenmission FORUM berufen

Nur noch zwei Konzepte haben die Chance, neunte Earth Explorer Mission der European Space Agency ESA zu werden: FORUM und SKIM. Bei beiden Projekten nehmen jetzt Mission Advisory Groups ihre Arbeit auf, um das jeweilige wissenschaftliche Potenzial herauszuarbeiten. In diesem Gremium engagiert sich auch Prof. Dr. Martin Riese vom Institut für Atmosphären- und Umweltforschung an der Bergischen Universität Wuppertal: Der Wissenschaftler vom Forschungszentrum Jülich wurde in das zehnköpfige FORUM Mission Advisory Board berufen. Dort arbeitet er mit Forschenden aus Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und Belgien zusammen.

Prof. Dr. Martin Riese
Foto Sascha Kreklau

„Im Rahmen von FORUM soll erstmals die in den Weltraum abgestrahlte kühlende Infrarotstrahlung, die unter anderem von Wasserdampf und Zirruswolken beeinflusst wird, vollständig spektral vermessen werden“, erläutert Prof. Riese. „Diese Benchmark-Messungen würden unser Verständnis des Treibhauseffekts und seiner Verstärkungsmechanismen verbessern und somit die Unsicherheiten von Klimaprognosen weiter begrenzen.“ Ob dieses Projekt tatsächlich realisiert wird, entscheidet sich voraussichtlich Ende 2019.  

„Die Ausrichtung von FORUM deckt sich mit der Forschung, die wir in Jülich betreiben“, begründet Prof. Riese seine Bewerbung für die Advisory Group. „Wir untersuchen chemische, mikrophysikalische und dynamische Prozesse in der Atmosphäre sowie deren Rolle bei Klimaänderungen. Dabei gibt es enge Kooperationen mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ralf Koppmann, dem Leiter des Instituts für Atmosphären- und Umweltforschung in Wuppertal.“ Diese Zusammenarbeit wurde kürzlich noch durch eine Nachwuchsgruppe verstärkt, welche u.a. den Einfluss der Luftzirkulation in der Stratosphäre (10 bis 50 km Höhe) auf das Klima mittels aufwendiger Simulationsrechnungen untersucht.