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Demokratie im Zeitalter des Zorns:
Bergische Universität lädt zur Antrittsvorlesung des Schriftstellers Pankaj Mishra

Gewalt, Terror, Katastrophen – beim täglichen Blick in die Medien machen sich schnell Angst und Verunsicherung breit. Was bedeuten diese Entwicklungen für die liberalen Demokratien und das Zusammenleben von Menschen? Und welche Wege können Demokratien einschlagen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen? Das sind die Fragen, mit denen sich der indisch-englische Schriftsteller, Essayist und Gesellschaftstheoretiker Pankaj Mishra in seiner öffentlichen Antrittsvorlesung am 18. April befasst. Die Veranstaltung findet von 17.00 bis 20.00 Uhr im Hörsaal 32 der Bergischen Universität Wuppertal statt (Campus Grifflenberg, Gebäude K).

Pankaj Mishra ist von April bis Juli 2018 Inhaber der zweiten „Dr. Jörg Mittelsten Scheid-Gastprofessur“ an der Bergischen Universität Wuppertal. Seine wissenschaftliche Heimat während dieser Zeit ist die Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften, zu deren Fächern seine Schriften zahlreiche Bezugspunkte bieten – angefangen bei seinem Blick auf die in die Sackgasse geratene Moderne bis zu seinen provokanten Thesen zu Gegenwartsproblemen wie globalen Machtverschiebungen, Terrorismus und Gewalt.

Geboren wurde Pankaj Mishra 1969 im nordindischen Jhansi. Sein Ökonomiestudium hat er an der University of Allahabad mit dem Bachelor-Grad abgeschlossen, den Master of Arts in Englischer Literatur an der Jawarharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi erlangt. Es folgten erste Schreibversuche und sozialkritische Analysen zu den sozialen und kulturellen Veränderungen Indiens im Kontext der voranschreitenden Globalisierung. Bekannt wurde er mit seinem Sachbuch „Butter Chicken in Ludhiana“ sowie als politischer Essayist für Zeitungen wie New York Times oder The Guardian und Magazine wie London Review of Books. Er hat hochdotierte internationale Literaturpreise bekommen und war Leipziger Buchpreisträger für europäische Verständigung.

Möglichkeiten zum Austausch mit dem Schriftsteller gibt es übrigens auch über den Rahmen der Antrittsvorlesung hinaus. Während seiner Zeit an der Universität finden eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen statt:

  • 26.04.2018 – Stadt-Vorlesung Resentment and Anger – Defining Features of the World in the 21st Century?
    (19.00 bis 22.00 Uhr, CityKirche, Elberfeld)
  • 06.06.2018 – Fakultätsvorlesung Thinking of the West in the Post-Western World
    (17.00 bis 20.00 Uhr, Campus Grifflenberg, Gebäude I, Hörsaal 26)
  • 08.06.2018 – Workshop The Remaking of Asia as a Global Challenge
    (ab 9.00 Uhr, Campus Grifflenberg, Bibliothekssaal)
  • 14.06.2018 – Autorengespräch über Pankaj Mishras Buch Age of Anger
    (ab 15.00 Uhr, Campus Grifflenberg, Musiksaal)
  • 12. bis 14.09.2018 – Internationale Konferenz Ambivalences of Western Modernity
    (Campus Grifflenberg, Gebäude I/K)

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Imbusch
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Telefon 0202/439-2170 / 2591
E-Mail dekanfk2{at}uni-wuppertal.de