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Pflanzenwachstum fördern und Umweltschäden vermeiden:
Wie ein gezieltes Düngemanagement aussehen kann

Wenn es um Düngemittel geht, ist Balance gefragt: Auf der einen Seite soll der Boden genug Nährstoffe erhalten, um das Pflanzenwachstum zu fördern. Auf der anderen Seite darf es nicht zu einer Verschlechterung des Bodens und damit zu einer Beeinträchtigung der Boden- und (Grund-)Wassergüte kommen. Die Frage, wie ein gezieltes Düngemanagement aussehen kann, beschäftigt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Projekt „InnoSoilPhos – Innovative Solutions to Sustainable Soil Phosphorus Management“. Einer von ihnen ist Prof. Dr.-Ing. Jörg Rinklebe vom Lehr- und Forschungsgebiet Boden- und Grundwassermanagement der Bergischen Universität Wuppertal.

„Im Zentrum unseres Arbeitspaketes steht das Verhalten von Phosphor im Bereich von Boden und Wasser“, erklärt der Wissenschaftler. Dabei sollen beispielsweise folgende Fragen beantwortet werden: Wie ist die Wirksamkeit von Phosphor im Boden bei dynamischen Wasserverhältnissen? Wie reagieren die in Boden und Dünger enthaltenen Phosphate bei erhöhtem Grundwasserstand? Und was passiert mit Düngemitteln bei andauerndem Niederschlag? Zum Einsatz kommt dabei eine weltweit einzigartige biogeochemische Mikrokosmen-Experimentalanlage im Wuppertaler Labor. „Sie besteht aus 16 unabhängigen Einheiten, in denen wir eine Überflutung verschiedener Ackerböden systematisch simulieren können“, so Prof. Dr. Rinklebe. „Basis sind Bodenproben, die auch von den übrigen Projektpartnern in deren Arbeitspaketen aus jeweils anderem Blickwinkel unter die Lupe genommen werden.“

InnoSoilPhos wird im Rahmen des Programms „Boden als nachhaltige Ressource für die Bioökonomie“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In mehreren miteinander verknüpften Paketen arbeiten verschiedene Forschungseinrichtungen daran, das Grundlagenwissen über Phosphor im System Boden-Pflanze zu erweitern und daraus praktisch anwendbare Lösungsansätze zu entwickeln. Die Leitung liegt bei der Universität Rostock. Darüber hinaus beteiligt sind die TU München, die BTU Cottbus, das Forschungszentrum Jülich und das Julius-Kühn-Institut in Braunschweig.

www.innosoilphos.de
www.boden.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Jörg Rinklebe
Lehr- und Forschungsgebiet Boden- und Grundwassermanagement
Telefon 0202/439-4057
E-Mail rinklebe{at}uni-wuppertal.de

Mit der biogeochemischen Mikrokosmen-Anlage lässt sich die Überflutung von Böden simulieren.