Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Sprache wählen

Geschichte der mathematischen Wissenschaften:
Bergische Universität lädt zu Vorträgen internationaler Gastwissenschaftler

Gleich drei internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Mathematik- und Wissenschaftsgeschichte darf die Bergische Universität im Sommer 2018 begrüßen: Maarten Bullynck, David E. Rowe und Eleonora Sammarchi sind zu Gast am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT). Während ihres Aufenthaltes gewähren sie im Rahmen von Vorträgen Einblicke in ihre Forschungsaktivitäten. Interessierte sind herzlich willkommen.

Die Geschichte der mathematischen Wissenschaften steht im Fokus der drei Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.
Foto Colourbox

Dr. Eleonora Sammarchi aus Paris ist als DAAD-Stipendiatin am IZWT tätig. Sie hat 2017 ihre mathematikhistorische Dissertation zu Edition, Übersetzung und Kommentierung des algebraischen Buches von al-Zanjānī, eines persischen Mathematikers des 13. Jahrhunderts, abgeschlossen. Ihre Forschungsinteressen umfassen die Geschichte und Philosophie der Mathematik, insbesondere der arabischen Mathematik. Am IZWT bearbeitet sie ein begriffsgeschichtliches Projekt zur Entwicklung des Begriffs „Polynom“ vom 10. bis ins 17. Jahrhundert. Um dieses Thema dreht sich auch ihr Vortrag am 21. Juni. Titel: „On the pre-history of the concept of ‘polynomial’. A comparison between two case studies: al-Karajī's school of algebraists and the German Rechenmeister”.

David E. Rowe war bis 2015 Professor für Geschichte der Mathematik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der Schwerpunkt seiner Forschungsinteressen liegt auf Mathematik- und Physikgeschichte in Deutschland von 1800 bis 1950. So ist er u.a. Mitherausgeber der 2021 in sechs Bänden erscheinenden „Bloomsbury Cultural History of Mathematics“, die von der Antike bis in das 20. Jahrhundert reicht und an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Wuppertal beteiligt sind. Zudem bereitet er aktuell ein Werk vor, in dem das Leben Otto Blumenthals erstmalig dokumentiert wird. Der deutsche Mathematiker steht auch im Zentrum seines Vortrages am 28. Juni.

Maarten Bullynck ist als Stipendiat der Humboldt-Stiftung zu Gast an der Bergischen Universität. Er studierte Mathematik, Germanistik und Medienwissenschaft in Gent und Berlin und veröffentlichte Studien zur Zahlentheorie im 18. Jahrhundert sowie zu C.F. Gauss und J.H. Lambert. Nach Forschungsaufenthalten in Berlin und Wuppertal (IZWT) wurde er „maître de conférences“ im Fachbereich Mathematik und Geschichte der Wissenschaften an der Universität Paris. Seine Forschungsschwerpunkte: die Geschichte der Mathematik und ihrer kulturellen Kontexte im späten 18. Jahrhundert sowie die Geschichte des „digital computing“ nach dem 2. Weltkrieg. Insbesondere arbeitet er zur Frühgeschichte der Betriebssysteme und zur Fehlertheorie im 18. Jahrhundert – mit Blick sowohl auf die Theorie als auch auf die Praxis des Messens und Rechnens.

Termine:

  • 21. Juni, 10.15 Uhr, Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, Raum F.12.11 Dr. Eleonora Sammarchi: “On the pre-history of the concept of ‘polynomial’. A comparison between two case studies: al-Karajī's school of algebraists and the German Rechenmeister“
  • 28. Juni, 10.15 Uhr, Campus Grifflenberg, Gaußstr. 20, Raum F.12.11 Prof. David E. Rowe: „Ein Leben für die Mathematik: Otto Blumenthal und Mathematische Annalen“

www.izwt.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr. Volker Remmert
Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)
Telefon 0202/439-2897
E-Mail remmert{at}uni-wuppertal.de