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Erstes Löschschaumseminar an der Bergischen Universität:
Vom umweltgerechten Einsatz fluorhaltiger und fluorfreier Mittel

Wie können fluorhaltige Schaummittel umweltgerecht eingesetzt werden? Welche fluorfreien Alternativen gibt es? Und wie leistungsfähig sind sie? Diese Fragen standen im Zentrum eines Löschschaumseminars an der Bergischen Universität Wuppertal. Ausrichter: der Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz mit dem im Juni 2018 gegründeten Feuerwehrwissenschaftlichen Institut (FSI).

Alexander Schaberg während seines Vortrages.


Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch FSI-Direktor Prof. Dr. Roland Goertz und Alexander Schaberg, M.Sc., vom Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und Abwehrenden Brandschutz. Sie gaben zudem eine erste Einführung zu Löschschäumen und den chemisch-physikalischen Parametern grenzflächenaktiver Stoffe. Es folgte ein Vortrag von Dr. Joachim Hähnles (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen). Seine Schwerpunkte: per- und polyfluorierte Tenside in Feuerlöschschaummitteln sowie Möglichkeiten der chemischen Analytik.

Dr. Sabine Both (BTC Europe GmbH) ging anschließend sowohl auf die chemische und ingenieurtechnische Entwicklungsarbeit von Schaumlöschmitteln als auch die zur Bildung eines leistungsfähigen Löschschaums notwendigen Faktoren ein. Dass der Umstieg auf fluorfreie Löschmittel nicht mit einer Verringerung der Leistungsfähigkeit einhergehen, sondern sogar vorteilhaft für Löschvermögen und Umwelt sein kann, stellte Dipl.-Phys. Karola Keutel (IBK Heyrothsberge) in ihrem Vortrag heraus.

Lösungen zur Sanierung von Schadenfällen bei Kontamination mit Fluortensiden stellte Dipl.-Ing. Martin Cornelsen (Cornelsen Umwelttechnologie GmbH) vor – und zwar sowohl konventionelle Lösungen als auch neuartige, ressourcenschonende Alternativen. Auf die speziellen Probleme von möglichen Großschadenslagen an Flughäfen konzentrierten sich Dipl.-Ing. Karl-Christian Hahn (Fraport AG) und Dipl.-Ing. Thomas Jeziorek (Flughafen Düsseldorf GmbH).

Die anschließenden Vorträge drehten sich um Schadensfälle durch Kontamination mit Fluortensiden. Dipl.-Ing. Stefan Schroers (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) stellte einzelne Schritte zur Bearbeitung solcher Fälle sowie Bewertungsmaßstäbe des Ministeriums vor. Einige Fallbeispiele hatten Dipl.-Ing. Daniela Holthausen und Dipl.-Ing. Jutta Rüber vom Umweltamt der Stadt Düsseldorf dabei. Zum Ende des Seminars präsentierte Alexander Schaberg aktuelle Forschungsergebnisse des Lehrstuhls zu Leistungsgrenzen von Löschschäumen in Abhängigkeit von Applikationsverfahren und Schaummittel.