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Arbeitsmediziner Prof. Friedrich Hofmann verstorben

Der Arbeitsmediziner und Epidemiologe Dr. Dr. Friedrich Hofmann, von 1997 bis 2015 Professor für Arbeitsphysiologie, Arbeitsmedizin und Infektionsschutz an der Bergischen Universität Wuppertal, ist Anfang September im Alter von 69 Jahren verstorben.

Prof. Hofmann studierte Chemie an der TU Braunschweig und in Göttingen, wo er 1973 promoviert wurde. Darauf folgte ein Studium der Humanmedizin in Göttingen und Freiburg. Nach Approbation und zweiter Promotion war er zunächst internistisch und kardiologisch tätig, bevor er leitender Betriebsarzt des Uniklinikums Freiburg wurde. Nach der Facharzt-Ausbildung zum Arbeitsmediziner habilitierte er sich in Arbeitsmedizin und war als DAAD-Stipendiat am Nationalen Institut für Arbeitsschutz in Stockholm tätig. 1995 berief ihn der damalige Bundesgesundheitsminister zum Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, deren Vorsitzender er von 2007 bis 2011 war.

An der Bergischen Universität hat er zu zahlreichen Themen geforscht, neben vakzinologischen und infektiologischen Aspekten standen Fragen des evidenzbasierten Hautschutzes für Beschäftigte in verschiedenen Berufen, berufliche Wirbelsäulenbelastung und bereits früh auch die psychischen Belastungen und Beanspruchungen in der Arbeitswelt im Fokus der wissenschaftlichen Aktivitäten seines Teams.

„Friedrich Hofmanns wissenschaftliche Arbeit und das umfangreiche Lehrangebot mit Bezug zur Arbeitsphysiologie und Arbeitsmedizin prägten über viele Jahre die Ausbildung von Fachkräften und Experten für Arbeitssicherheit, Verkehrssicherheit oder Brandschutz. Zahlreiche Absolventinnen und Absolventen dieses in Wuppertal besonderen, interdisziplinär ausgerichteten Studiums arbeiten heute in vielfältigen, verantwortungsvollen Positionen auf nationaler und internationaler Ebene“, heißt es im Nachruf der Fachgruppe.