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Inklusion an Hochschulen gestalten:
Netzwerktreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung

Rund 40 Interessensvertreterinnen und -vertreter für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung kamen in der vergangenen Woche zum Netzwerktreffen an die Bergische Universität und diskutierten über aktuelle Herausforderungen in der Inklusionsarbeit an Hochschulen.

Beim Netzwerktreffen auf dem Campus Grifflenberg (hintere Reihe, v.l.n.r.): Prof. Dr. Dieter Rüth (HS Bochum), Dr. Birgit Rothenberg (TU Dortmund) und Björn Brünink (HS Düsseldorf); (vordere Reihe, v.l.n.r.:) Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Helen Becker (Mitarbeiterin der Beratungsstelle), Martina Gorka (Mitarbeiterin SBV) und Erwin Petrauskas (Inklusionsbeauftragter der Bergischen Uni).
Foto Marylen Reschop
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch in Wuppertal begrüßt. Er betonte die Bedeutung von Inklusion, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Heterogenität der Studierendenschaft: „Menschen mit Behinderung müssen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung und lebenslangem Lernen haben – dieses Ziel dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.“ Dazu sei, so Prof. Koch weiter, eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit verschiedener Stellen und Einrichtungen – intern und extern – nötig.

Um diese Zusammenarbeit inhaltlich zu gestalten, wird an der Bergischen Universität Wuppertal an der Erstellung eines Inklusionskonzepts gearbeitet. Dazu wurden bereits zahlreiche Interviews mit Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt, um Bedarfe abzufragen und so Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten. Einen kurzen Überblick über die konkrete Vorgehensweise zur Erarbeitung dieses Konzeptes gab Felicitas Dopatka, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungsforschung, in ihrem Vortrag.

Jonas Poskowsky vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) stellte die Ergebnisse der BEST2-Studie (Studieren mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen) vor und stellte ihre Relevanz für die Hochschulen in NRW heraus. Aus der Studie geht hervor, dass 11 % der Studierenden in Deutschland eine studienrelevante gesundheitliche Beeinträchtigung haben. 

Die Referentin der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung (LBB) sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Mareike Schimmelpfennig, stellte die Aufgaben und Vorhaben der LBB vor. Eine Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung soll initiiert werden.

Das Netzwerktreffen der Landesarbeitsgemeinschaft findet zweimal jährlich statt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die Beauftragten sowie die Beraterinnen und Berater für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung nordrheinwestfälischer Hochschulen und Universitäten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Studierendenwerke. Zentrales Anliegen des Treffens ist der Austausch über relevante Themen und Entwicklungen im Bereich der Gestaltung von Inklusion Studierender mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

www.inklusion.uni-wuppertal.de/

Kontakt:
Erwin Petrauskas und Helen Becker
Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung
Telefon 0202/439-3673
E-Mail inklusion{at}uni-wuppertal.de