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Anforderungsmanagement im Smart Home Bereich:
Wie Innovationen in Netzwerken gelingen

Wer heutzutage einen Staubsaugerroboter erstehen möchte, hat hohe Anforderungen – so die Beobachtung von PD Dr.-Ing. Nadine Schlüter. „Das Gerät soll sowohl saugen als auch Einbrecher erkennen oder selbstständig Verbrauchsmaterialien wie Filter nachbestellen können. Und wenn dann noch die Ladeinfrastruktur auch für den Akkuschrauber und die Kreissäge genutzt werden könnte…perfekt“, sagt die Forscherin der Bergischen Universität. Für Unternehmen aus dem Smart Home Bereich bedeute das: Sie müssen nicht nur eigene Anforderungen definieren, sondern auch auf Anforderungen von Entwicklungs- und Kooperationspartnern im Betrieb der Produkte eingehen. Wie das im Rahmen von Netzwerken gelingen kann, steht im Zentrum eines Workshops am 17. Januar.

An einen Staubsaugerroboter werden hohe Anforderungen gestellt.
Foto: Colourbox

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zunächst eine Einführung in das Anforderungsmanagement. Es folgen verschiedene Vorträge. So berichtet Dipl.-Ing. Vladimir Sizikov, Innovationsmanager bei der Robert Thomas Metall- und Elektrowerke GmbH, wie das Unternehmen beim Bau seiner smarten Staubsauger auf veränderte Anforderungsmuster eingeht – und zwar gemeinsam mit seinen Zulieferern. Auf die Schnittstelle zwischen einem Unternehmen und seiner Kundschaft geht Dipl.-Ing Rüdiger Theis ein. Er ist Geschäftsführer der Wuppertaler Wiesemann & Theis GmbH.

Das komplette Programm des Workshops ist dem Flyer zu entnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Anmeldungen nimmt PD Dr.-Ing. Nadine Schlüter unter schlueter{at}uni-wuppertal.de entgegen. Veranstaltungsort: die Wiesemann & Theis GmbH (Porschestr. 12, 42279 Wuppertal).

Hintergrund der Veranstaltung ist das Forschungsprojekt ReMaiN oder Entwicklung eines methodischen Ansatzes zum Requirements Management in unternehmensübergreifenden Netzwerken des Lehrstuhls für Produktsicherheit und Qualitätswesen der Bergischen Universität. Zielsetzung: die Entwicklung eines Vorgehenskonzeptes für ein einheitliches, synchronisiertes Requirements Management für Unternehmensnetzwerke zur Lösung identifizierter Problemfelder. „Durch einen solchen systematischen und übertragbaren Ansatz sollen die Produktqualität gesteigert und die Potenziale der Fertigung in Unternehmensnetzwerken gestärkt werden“, erklärt PD Dr.-Ing. Nadine Schlüter. Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.