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Prof. Messerschmidt berät in Expertenkommission zum Thema Antiziganismus

Die von der Bundesregierung eingesetzte, unabhängige Kommission Antiziganismus nahm am 27. März ihre Arbeit auf. Zu ihren elf Mitgliedern gehört Dr. Astrid Messerschmidt, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Ziel der Kommission ist es, einen umfassenden Bericht zu Fragen der Diskriminierung und zur Umsetzung der Gleichberechtigung der Sinti und Roma in Deutschland zu erarbeiten.

Prof. Dr. Astrid Messerschmidt
Foto Friederike von Heyden

Die Expertengruppe traf sich am 27. März im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zu ihrer konstituierenden Sitzung. Die unabhängigen Sachverständigen sollen sich mit Erscheinungsformen des Antiziganismus in Deutschland, einer Bestandsaufnahme zur Lage der Sinti und Roma sowie Maßnahmen der Antidiskriminierung auseinandersetzen. Der Bericht des Gremiums soll bis Anfang 2021 fertiggestellt sein und die Grundlage für anschließende Diskussionen und Initiativen im Deutschen Bundestag und in der Gesellschaft bilden.

Die Mitglieder der Kommission haben sich zur Aufgabe gesetzt, wissenschaftliche Expertisen zur Situation der Sinti und Roma in Deutschland zu entwickeln und geeignete Maßnahmen für die Bildungsarbeit gegen antiziganistischen Rassismus vorzuschlagen. „Die Sinti und Roma erleben als Minderheit in Deutschland und in vielen anderen europäischen Staaten immer wieder alltagsrassistische Diskriminierungen, auch in den Bildungsinstitutionen. Dem entgegenzuwirken, ist mir als Erziehungswissenschaftlerin ein Anliegen, insbesondere vor dem Hintergrund der Verfolgungsgeschichte der Minderheit“, betont Astrid Messerschmidt.