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Gastvortrag über das französische „Cinéma de banlieue“

Im Rahmen der Vorlesung „Roland Topor – Literatur und Migration“ von Romanist Prof. Dr. Matei Chihaia ist am Donnerstag, 6. Juni, Prof. Dr. Cornelia Ruhe zu Gast an der Bergischen Universität. Die Wissenschaftlerin von der Universität Mannheim hält den Vortrag „Von La Haine zu Divines. Gender Trouble im französischen Cinéma de banlieue“. Die Veranstaltung ist auf Deutsch und findet ab 14.15 Uhr in Gebäude O, Ebene 10, Raum 20 auf dem Campus Grifflenberg (Gaußstraße 20) statt. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Das französische „Cinéma de banlieue“ thematisiert die Spannungsverhältnisse zwischen dem Zentrum französischer Großstädte und ihrer meist von Migration geprägten Vororte. Über Jahrzehnte standen männliche Protagonisten im Mittelpunkt der Darstellung. Erst in den letzten Jahren sind mit „Bande de filles“ und „Divines“ Filme erschienen, die weibliche Figuren in den Fokus ihrer Handlung rücken. Anhand von Beispielen aus einem der paradigmatischen Filme des Genres – „La Haine“ von M. Kassovitz – und aus dem Film „Divines“ von Houda Benyamina zeigt der Gastvortrag, wie stark der performative Charakter von Geschlecht in beiden Filmen nicht nur von kulturellen Prägungen, sondern auch von gesellschaftlichen Zuschreibungen bestimmt wird.

Cornelia Ruhe ist seit 2010 Professorin für frankophone und hispanophone Literaturen und Medien an der Universität Mannheim. Ihre Forschungsgebiete umfassen die zeitgenössische französische Literatur sowie das Kino, die Kultursemiotik und die Intertextualität. Sie ist zudem Herausgeberin der Zeitschrift „Romanische Forschungen“ und ordentliches Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.