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Sozialer Zusammenhalt im Wohngebiet: 14.000 Wuppertaler werden befragt

Sie wollen Handlungsempfehlungen entwickeln, wie der Zusammenhalt in der Bevölkerung durch die Kooperation verschiedener Organisationen gefördert und gestärkt werden kann. Dazu führen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Lehrstuhls für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der Bergischen Universität im Juni eine schriftlich-postalische Befragung von 26.000 zufällig ausgewählten Einwohnern in den Städten Wuppertal, Münster und Ostbevern durch. Das Thema: „Sozialer Zusammenhalt im Wohngebiet“.

14.000 Wuppertalerinnen und Wuppertaler werden zum sozialen Zusammenhalt in ihrem Wohngebiet befragt.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojektes „Resilienz durch sozialen Zusammenhalt – Die Rolle von Organisationen (ResOrt)“ machen die Wuppertaler Forscher gemeinsam mit ihren Projektpartnern vom Deutschen Roten Kreuz und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum den gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Ausgangspunkt ihrer Erforschung von Krisen und Katastrophen.

„Die jüngsten Ereignisse in Wuppertal-Langerfeld haben gezeigt, wie ein starker Zusammenhalt in der Nachbarschaft dazu beitragen kann, unsere Gesellschaft gegen Krisen und Katastrophen zu wappnen. Als im März mehr als 70 Bewohner in der Beyeröhde von heute auf morgen ihre einsturzgefährdeten Wohnungen verlassen mussten, konnten sie auf die Hilfsbereitschaft ihrer Mitbürger zählen“, so Dr. Tim Lukas vom Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit.

Die ausgewählten Bürgerinnen und Bürger erhalten in den nächsten Tagen einen Fragebogen zum alltäglichen Miteinander und dem nachbarschaftlichen Zusammenhalt in ihrem Wohngebiet. Die Stadt Wuppertal unterstützt das Forschungsprojekt. Oberbürgermeister Andreas Mucke begrüßt, „dass mit dem Vorhaben ein Beitrag zur weiteren Stärkung des sozialen Zusammenhaltes in Wuppertal geleistet wird und ein wichtiges Ziel die Kooperation der verschiedensten Partner ist.“ Das Projekt stärke die Arbeit in den Quartieren und trage dazu bei, die Bürgerbeteiligung in Wuppertal weiter auszubauen.

Im März wurden im Rahmen eines Vortests schon rund 500 Fragebögen in Wuppertal versendet, die von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen wurden. „Dafür sind wir äußerst dankbar, denn jeder ausgefüllte Fragebogen hilft uns sehr“, sagt Bo Tackenberg, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt. Die Ergebnisse der Hauptbefragung ermöglichen die Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen, die im Anschluss Katastrophenschutz- und Nachbarschaftsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und Kommunalverwaltungen in den Partnerstädten zur Verfügung gestellt werden sollen.  

Weitere Informationen unter www.projekt-resort.de

Kontakt:
Dr. Tim Lukas
Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit
Telefon 0202/439-5603
E-Mail lukas{at}uni-wuppertal.de