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Musikhochschule und Bergische Universität starten neues Kooperationsprojekt

Um den aktuellen Formen musikalischer Bildung an Grundschulen in der Lehrerbildung gerecht zu werden, intensivieren die Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) Köln/Standort Wuppertal und die Bergische Universität Wuppertal ihre Zusammenarbeit. Im Rahmen der Studiengänge „Elementare Musikpädagogik“ (EMP) und „Musik für das Lehramt an Grundschulen“ führen sie ab dem Wintersemester 2019/2020 das Projekt „Elementare Musikpädagogik in der Primarstufe“ (EMPRI) ein. Möglich gemacht hat dieses bisher einzigartige Konzept die traditionell enge Verbindung der Beschäftigten beider Institutionen sowie die großzügige Finanzierung einer Koordinierungsstelle durch das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

„Nach Einführung des Studiengangs ‚Musik für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen‘ an unserer Universität ist das EMPRI-Projekt ein weiterer Meilenstein für die Förderung der musikalischen Bildung in der Bergischen Region. Wir danken Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen für ihre Entscheidung, explizit im Grundschulbereich diesen innovativen Ansatz zu unterstützen und damit den langen Prozess der Kooperationsanbahnung von Musikhochschule und Bergischer Universität erfolgreich abzuschließen“, betonte Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.

Im Rahmen der Zusammenarbeit lernen Studierende und Lehrende beider Institutionen – über den Tellerrand ihrer bisherigen Lehr- und Lernfelder hinaus – die Zugänge und Methoden der jeweils anderen Musiklehrkräfte kennen. Sie werden so auf bestehende Unterschiede, aber auch Schnittmengen und interessante Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit in den Grundschulen aufmerksam gemacht.

„Die Kooperation von EMP- und Grundschullehrkräften ist an vielen Grundschulen bereits gelebte Praxis. Diese wird mit den Studierenden des EMPRI-Projektes nun professionalisiert, denn das Wissen um die Arbeit des Anderen ist für das gemeinsame Ziel, die musikalische Bildung an Grundschulen voranzubringen, unerlässlich“, so Prof. Dr. Lutz-Werner Hesse, Geschäftsführender Direktor des Wuppertaler Standortes der HfMT Köln.

Foto Colourbox

In einem ersten Schritt werden Bergische Universität und HfMT jeweils drei Lehrveranstaltungen für Studierende beider Institutionen öffnen. Ein weiteres Seminar wird im Tandem von zwei Dozentinnen (Prof. Sarah Semke der HfMT Köln/Wuppertal und Dr. Annette Ziegenmeyer/Bergische Universität) angeboten, die gemeinsam mit Studierenden beider Institutionen an einer Wuppertaler Grundschule ein musikalisches Projekt durchführen und so die praxisnahe Lehre erweitern.

Darüber hinaus sollen die Angebote des EMPRI-Projekts wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden, auch um die Reichweite der Absolventinnen und Absolventen als Multiplikatoren musikalischer Bildung an Grundschulen zu erhöhen und entsprechende Weiterbildungsoptionen aufzubauen. Ebenso ist eine enge Vernetzung mit den etablierten Partnern und Projekten beider Institutionen (u.a. Wuppertaler Bühnen, Sinfonieorchester Wuppertal, Bergische Musikschule, KulturCampus Wuppertal, Hip Hop Academy Wuppertal) angedacht.