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Energieversorgung: Bund fördert neues Projekt von Wuppertaler Energieforschern

Es geht um die Weiterentwicklung neuer, preiswerter Wege der Zustandserfassung von Stromnetzen: Ein Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek vom Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Förderzusage für das Verbundprojekt „Fühler im Netz 2.0“ bekommen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten für ihr Vorhaben für die nächsten drei Jahre 560.000 Euro.

Die Projektpartner beim Kick-off-Meeting in Mannheim.
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Im vorangegangenen Forschungsprojekt „Fühler im Netz“, das 2017 erfolgreich abgeschlossen wurde, ist es gelungen, zentrale Herausforderungen der Netzüberwachung in elektrischen Verteilungsnetzen mit neuen Ansätzen zu adressieren und erste praxistaugliche Lösungen zu demonstrieren. „Aufgrund des steigenden Anteils der elektrischen Energieeinspeisung aus erneuerbaren Energien kommen insbesondere auf die Verteilungsnetze neue Aufgaben zu, die mit klassischen Betriebsweisen und Betriebsmitteln nur unter sehr hohen Aufwendungen in Form von erheblichem Netzausbau möglich sind“, erläutert Prof. Zdrallek, „mit einer Netzzustandsüberwachung können viele Probleme effizienter gelöst werden.“

Das geförderte Projekt „Fühler im Netz 2.0“ baut auf dem Vorgängerprojekt auf. Die Erkenntnisse des ersten Projekts sollen unter dem innovativen Einsatz von Big Data und Künstlicher Intelligenz sowie eines Feldtests mit über 3.500 Messstellen massiv ausgeweitet werden, um die Weiterentwicklung neuer, preiswerter Wege der Netzzustandserfassung und Störungsdetektion mit Hilfe der Nutzung von Breitband-Powerline(BPL)-Infrastrukturen umzusetzen. Um auch den nötigen Wandel der Verteilungsnetze zu Smart Grids umfassend zu unterstützen, werden die erhobenen Daten zudem erstmalig in die Regelstrategien eines modernen, dezentralen Netzautomatisierungssystems integriert. „Das Projekt stellt mit diesem umfassenden und zukunftsorientieren Ansatz somit einen erheblichen Mehrwert für die Branche dar“, sagt Prof. Zdrallek.

Die Projektpartner der Bergischen Universität sind die Power Plus Communications AG (Mannheim), die Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG, die Mainzer Netze GmbH, die Netze BW GmbH (Stuttgart), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (Kaiserslautern) und die Software AG (Darmstadt).

www.evt.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek
Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik
Telefon 0202/439-1976
E-Mail zdrallek{at}uni-wuppertal.de