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Neue Ausstellung in der Universitätsbibliothek

„Vergessene Geschichte – Berufsverbote, politische Verfolgung in der BRD“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die am Donnerstag, 20. Februar, in der Universitätsbibliothek der Bergischen Uni eröffnet wird. Veranstalterin ist die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW.

Hintergrund der Ausstellung ist der so genannte „Radikalenerlass“, der im Januar 1972 von der Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt beschlossen wurde. „Er sollte all jene aus dem öffentlichen Dienst fernhalten, die ‚nicht die Gewähr dafür bieten, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzutreten‘. In der Folge wurden alle Bewerber*innen für den öffentlichen Dienst einer ‚Regelanfrage‘ durch den Verfassungsschutz unterzogen und etwa 3,5 Millionen auf ihre politische Gesinnung durchleuchtet. Die Bilanz: 11.000 offizielle Berufsverbotsverfahren, 2.200 Disziplinarverfahren, 1.250 Ablehnungen von Bewerbungen und 265 Entlassungen“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung. Als Gründe galten beispielsweise die Teilnahme an Demonstrationen gegen den Krieg in Vietnam oder Studienreisen in die DDR.

Die Ausstellung dokumentiert unter anderem die Verfolgung von vier noch heute in Wuppertal lebenden Betroffenen. Sie werden am Dienstag, den 25.02., um 16 Uhr ihre Erlebnisse schildern. Interessierte sind herzlich zum Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen. 

Termin: Ausstellung: 20.–29.02., montags bis freitags, 8–22 Uhr, samstags 10–22 Uhr, sonntags 10–19 Uhr. Vortrag und Diskussion: 25.02., 16 Uhr; Ort: Campus Grifflenberg, Foyer der Universitätsbibliothek, Gebäude BZ, Gaußstr. 20.