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Dokumentarfilm zum Loveparade-Prozess:
Wuppertaler Gutachter spricht über Missstände bei Einlasssituation

Die juristische Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 mit 21 Toten und 652 Verletzten begann im Dezember 2017. Der Dokumentarfilm „Loveparade – Die Verhandlung“ begleitet den Prozess, der im Mai dieses Jahres eingestellt wurde, von Anfang bis Ende. Einer der Protagonisten ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Straßenverkehrsplanung und -technik an der Bergischen Universität Wuppertal. Er war Gutachter in dem Verfahren. Der Film wird am Mittwoch, 22. Juli, um 22.45 Uhr in der ARD ausgestrahlt und ist außerdem in der ARTE-Mediathek verfügbar.

Prof. Gerlach wurde 2016 von der Staatsanwaltschaft Duisburg im Rahmen des Loveparade-Prozesses als Sachverständiger beauftragt. In dem Dokumentarfilm spricht er über die Ergebnisse seines Gutachtens: „Die Eingänge einschließlich der dort geplanten, aufgebauten und mit Ordnerkräften betriebenen Vereinzelungsanlagen sowie weitere Anlagen des Zugangssystems waren weder für die erwarteten Besucherströme, noch für die wesentlich geringeren Besucherzahlen am Veranstaltungstag geeignet.“

In einem Schreiben an die Innen-, Bau- und Verkehrsminister des Bundes sowie des Landes NRW vom 16. Juli 2020 forderte er die Politik auf, Konsequenzen aus den tragischen Ereignissen zu ziehen: „Die Planung, die Genehmigung und der Betrieb von Einlasssituationen sind bis dato nicht hinreichend geregelt. Es müssen endlich zwischen den Innen-, Bau- und Verkehrsministerien abgestimmte und einheitliche Regelungen zur Planung und Genehmigung von Veranstaltungen festgelegt werden“, so Gerlach.

Der Dokumentarfilm „Loveparade – Die Verhandlung“ in der ARTE-Mediathek:
https://www.arte.tv/de/videos/080967-000-A/loveparade-die-verhandlung/

Prof. Gerlach hat außerdem sein 3.800 Seiten umfassendes Gutachten aufgearbeitet und online zur Verfügung gestellt:
https://www.svpt.uni-wuppertal.de/de/home/veranstaltungssicherheit-loveparade-2010.html