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„LELINA“: Außerschulisches Bildungsprojekt zur Industrienatur gestartet

Das Ruhrgebiet ist der größte Ballungsraum Deutschlands. In dieser einst von Bergbau und Stahlindustrie geprägten Region sind nur wenige naturnahe Flächen erhalten geblieben. Doch auf stillgelegten Zechen, Abraumhalden und Industriebrachen sind neue wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden. Schüler*innen die Industrienatur durch besondere Bildungsangebote näherbringen, ist das Ziel des neuen Projekts „LELINA – Lern- und Erlebnislabor Industrienatur“. An dem im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Verbundvorhaben sind auch Forscher*innen der Bergischen Universität Wuppertal beteiligt. Die Wissenschaftler*innen des Lehrstuhls für Didaktik der Geographie unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Keil übernehmen die Evaluation des Projekts. Das Projektkonsortium erhält für sein Vorhaben bis Ende 2025 eine Förderung vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro sowie des Landesumweltministeriums in Höhe von 154.374 Euro.

„Ziel des Projektes ist es, dass Kinder und Jugendliche die besondere Stadtnatur des Ruhrgebiets und die biologische Vielfalt ausgewählter Industriebrachen kennenlernen. Wir möchten ihnen ermöglichen, Natur- und Umweltkenntnisse zu erweitern und ihr Wohn- und Schulumfeld mitzugestalten“, so Prof. Keil.

Das Projekt wird gemeinsam von der Bergischen Universität Wuppertal, dem Regionalverband Ruhr, der Ruhr-Universität Bochum und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet durchgeführt. In verschiedenen Projektphasen werden fünf ehemalige Zechen- und Haldenflächen als außerschulische, quartiersnahe Bildungsorte für Schüler*innen verschiedener Schulformen und Jahrgänge genutzt. „Für die breit angelegte Evaluation, die wir hier an der Bergischen Uni durchführen, kommt eine Vielzahl von unterschiedlichen quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung zum Einsatz“, erklärt Projektmitarbeiterin Dr. Ina Jeske vom Institut für Geographie und Sachunterricht.

Die fünf außerschulischen Lern- und Erlebnislabore sollen im Landschaftspark Duisburg-Nord, im Gleispark Frintrop in Oberhausen, an der Eickwinkelhalde in Essen, an der Kokerei Hansa in Dortmund und an der Halde Sachsen in Hamm entstehen. „Das Projekt will inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern, gemäß dem Nachhaltigkeitsziel 4 der Agenda 2030 der Vereinten Nationen“, so Prof. Keil weiter. Dazu werden zusätzlich zu den Schulen auch gesellschaftliche Akteure mit Erfahrungen im Bereich Inklusion in das Projekt eingebunden.

www.geographie.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Keil
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Telefon 0202/493-2876
E-Mail akeil{at}uni-wuppertal.de