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Forschungsmagazin: OUTPUT Nr. 23 erschienen

„Chancengleichheit“ – das ist das Rahmenthema der aktuellen Ausgabe von BUW.OUTPUT. Die 23. Ausgabe des seit 2009 erscheinenden Forschungsmagazins der Bergischen Universität Wuppertal ist jetzt erschienen.

In Zeiten von Corona und des erzwungenen Rückzugs in die Häuslichkeit wird ein immer noch ungelöstes Problem gerade neu diskutiert: Benachteiligung durch soziale Herkunft, die dem im Grundgesetz festgeschriebenen Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit widerspricht. Wie äußern sich Formen der Diskriminierung, wie lassen sie sich vermeiden und wie kann das Ziel gleicher Lebenschancen gewährleistet werden? Solche Fragen sind für alle Bildungseinrichtungen von besonderem Interesse. Zumal, wenn es sich um Universitäten handelt, zu deren Studierenden auch künftige Lehrer*innen gehören – also genau diejenigen, die zur Bildungsgerechtigkeit wesentlich beitragen sollen.

Unter dem Titel ‚Chancengleichheit‘ stellt das vorliegende Heft von BUW.OUTPUT eine Auswahl von Projekten aus unterschiedlichen Fakultäten der Bergischen Universität vor. Es sind konkrete Beispiele dafür, wie man aus verschiedenen Blickwinkeln die Ursachen von Ungleichheit, ihre Symptome sowie die Möglichkeiten ihrer Überwindung erforscht. Nicht nur Erziehungswissenschaften und Fachdidaktiken, sondern auch etwa Soziologie, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften sind an solchen Projekten beteiligt.

Ein Blick auf die frühkindliche Bildung eröffnet das Heft. In welchem Zusammenhang stehen sprachliche Vielfalt und sprachliche Kompetenz in Kindergärten? Antworten darauf ermittelt ein Projekt des Wuppertaler Instituts für bildungsökonomische Forschung. Dass die Lesekompetenz von Kindern stark von ihrem sozialen Hintergrund beeinflusst wird, ist ein seit längerem bekannter Befund. Welche Rolle hier die Eltern spielen und wie sich das im Lauf der Zeit verändert hat, steht im Blickpunkt eines soziologischen Projekts.

Die Umsetzung von Bildungsgerechtigkeit verlangt, dass auch potenziell besonders leistungsfähige Schüler*innen bestmögliche Förderung finden. Entsprechende Möglichkeiten im besonderen Fall des Mathematikunterrichts erörtert ein Beitrag aus der Mathematikdidaktik. Soziale Ausgrenzung gibt es zu unterschiedlichen Zeiten des Lebens, schulische Ausgrenzungserfahrungen aber wirken weit über die Schulzeit hinaus. Ein Beitrag aus dem Institut für Bildungsforschung ist der Bedeutung des Verhaltens von Lehrkräften in diesem Kontext gewidmet.

Zum Selbstverständnis von Bildungseinrichtungen gehört, im Blick auf die Praktiken von Diskriminierung nicht ein Teil des Problems, sondern der Lösung zu sein. Inwieweit dieses Bild der Wirklichkeit entspricht, zählt zu den Gegenständen von Promotionsprojekten, die ein erziehungswissenschaftlicher Beitrag vorstellt. In materialisierter Form zeigt sich Diskriminierung auch in der offensichtlichen Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Ihre Ursachen und Hintergründe erforscht ein wirtschaftswissenschaftliches Projekt.

Neben Nachrichten aus der Welt der Forschung bietet unser Heft schließlich das kurze Porträt einer langjährigen Initiative der Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt unserer Universität. Unter dem Motto „Informieren, Entdecken, Forschen und Probieren“ werden schon seit 1997 jedes Jahr gezielt junge Frauen zur einwöchigen SommerUni eingeladen, um sich als Studentinnen auf Probe über das breite Spektrum an Studienfächern und Berufen in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik zu informieren.

www.buw-output.de

BUW.OUTPUT als PDF-Datei (4,7 MB)

 


Output-Autor*innen im Gespräch

Auf dem Youtube-Kanal der Bergischen Universität erzählen die Wissenschaftler*innen mehr über sich und ihre Forschungsgebiete, und warum sie das, was sie tun, gerne tun.