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Arthur Schnitzler digital: Neues Werk und neuer Zugang

Im Rahmen des binationalen Forschungsprojekts „Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)“ ist die philologisch an der Bergischen Universität Wuppertal erarbeitete und vom Trier Center for Digital Humanities medientechnologisch aufbereitete Edition des Schauspiels „Komödie der Verführung“ online gegangen. Zugleich wurde die digitale Gesamtedition auch offiziell in die Digital Library der Universitätsbibliothek Cambridge integriert und ist jetzt von dort aus zugänglich.

Die „Komödie der Verführung“ erschien 1924 und wurde noch im selben Jahr am Burgtheater in Wien uraufgeführt. „Um keines seiner Werke hat der Autor so lange gerungen wie um dieses Drama, dessen Handlung in der letzten Fassung unmittelbar vor und nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs angesiedelt ist. Die Rekonstruktion und Dokumentation seiner sich über 35 Jahre erstreckenden Entstehungsgeschichte ist von besonderem Interesse, stellt aber auch eine große Herausforderung dar“, erläutern die Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Lukas und Prof. Dr. Michael Scheffel.

Die nun neueste, im Rahmen des Projekts vorgelegte digitale Ausgabe bietet neben einem zitierfähigen, um eindeutige Textfehler bereinigten Lesetext die historisch-kritische Erstedition des gesamten überlieferten, aus Notizen, Skizzen, Werkniederschriften und Druckfahnen bestehenden Nachlassmaterials zu dem dreiaktigen Drama. Dazu gehören erläuternde Beitexte zur Textgenese sowie zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte aller edierten, rund zweitausend Blatt umfassenden Dokumente.

Mit Veröffentlichung des neuen Werks wurde zudem für die gesamte Editions-Webseite ein Versions-Update durchgeführt. Dieses enthält auch einige Überarbeitungen und Neuerungen, die den Zugang zu allen bislang im Rahmen von Arthur Schnitzler digital editierten Werken betreffen.

Das Forschungsprojekt „Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931)“ wird von Wissenschaftler*innen an der Bergischen Universität Wuppertal, der University of Cambridge und dem University College London in Kooperation mit der Cambridge University Library, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Arthur-Schnitzler-Archiv-Freiburg sowie mit dem Trier Center for Digital Humanities durchgeführt. Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste fördert das deutsche Teilprojekt im Rahmen des Akademienprogramms.

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Lukas
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Telefon 0202/439-2151
E-Mail wlukas{at}uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Michael Scheffel
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Telefon 0202/439-2249
E-Mail scheffel{at}uni-wuppertal.de