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Prof. Hillebrandt als Sachverständige im Bauausschuss des Deutschen Bundestages

Der Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen führte Anfang März eine öffentliche Anhörung zum Thema „Bauwende“ durch. Architektin Prof. Annette Hillebrandt von der Bergischen Universität wurde als Sachverständige zur öffentlichen Anhörung eingeladen und kommentierte die Anträge in schriftlichen Stellungnahmen.

Prof. Annette Hillebrandt
Foto UniService Transfer

Gegenstand der Anhörung waren die beiden Anträge „Nachhaltigbauen – Technologieoffenheit stärken – bezahlbar wohnen“ (Fraktion FDP) sowie „Bauwende einleiten – Für eine ressourcenschonende Bau- und Immobilienwirtschaft“ (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen).

Prof. Hillebrandt begrüßt die Anträge und fordert nachdrücklich ein Umdenken in der Baupolitik und -wirtschaft. Einer der größten Hebel zur Erreichung der Klimaziele sei die Suffizienz im Hinblick auf Flächen- und Rohstoffverbrauch – also eine ressourcenschonende und -sparende Entwicklung. Dementsprechend müsste Recyclingmaterial verstärkt zum Einsatz kommen. Damit die Akzeptanz solcher Sekundärrohstoffe erhöht wird, brauche diese Thematik mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Nachhaltigkeitsaspekte, wie die Rückbaufähigkeit von Gebäuden und Recyclingfähigkeit von Baustoffen, sollten laut Prof. Hillebrandt in der Musterbauordnung, die als Orientierungsrahmen für die Bauordnungsgesetzgebung der Länder dient, verankert werden und Schadstoffe in Bauprodukten kurzfristig ausgeschleust und mittelfristig verboten werden.

Die öffentliche Anhörung und die Stellungnahmen aller Sachverständigen können auf der Webseite des Bundestages eingesehen werden: https://www.bundestag.de/ausschuesse/a24_bau/Anhoerungen#url=L2F1c3NjaHVlc3NlL2EyNF9iYXUvODIwMDMyLTgyMDAzMg==&mod=mod707700