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Neues Buch widmet sich 16 Reden von Walter Scheel

Von 1974 bis 1979 war der aus Solingen stammende Walter Scheel (1919-2016) vierter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Während andere ehemalige Politiker*innen durch ihre Reden nachwirken, gilt er als „fröhlicher Rheinländer“, der einmal eine Goldene Schallplatte mit dem Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“ ersungen hat. Der nun erschienene Band „Walter Scheel – Unerhörte Reden“ zeigt, wie sehr sich eine Auseinandersetzung mit seiner Person gegenwärtig lohnt. Seinem Wirken nähern sich die Autor*innen, darunter der Historiker Ewald Grothe von der Bergischen Universität, über 16 ausgewählte Ansprachen, die der Politiker in den Jahren 1966 bis 1979 hielt.

Cover be.bra Verlag

Allein in den fünf Jahren als Staatsoberhaupt hielt Scheel rund 250 Reden und erwies sich als ausgezeichneter Rhetoriker. „Das Buch zeichnet Scheels politisches Wirken anhand ausgewählter Ansprachen als Bundesminister, Bundespräsident und als Parteipolitiker nach. So entsteht das facettenreiche Bild eines Liberalen, dessen Worte auch heute noch hochaktuell wirken“, heißt es in der Verlagsbeschreibung. Alle Reden werden jeweils mit einem Essay eingeführt, der sie historisch einordnet und aus aktueller Perspektive beleuchtet. So werden u. a. die Themen Entwicklungspolitik, gesellschaftlicher Wandel, Europa und Deutschland in der Welt sowie Integration und das Verhältnis von Bürger*innen und Staat aufgegriffen.

Ewald Grothe, außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Uni und Leiter des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im oberbergischen Gummersbach, behandelt die Reden bis einschließlich 1972.

Knut Bergmann (Hrsg.): Walter Scheel – Unerhörte Reden. Mit Beiträgen von Ewald Grothe und Gundula Heinen. be.bra Verlag, Berlin 2021, 70 s/w-Abb., 336 Seiten; 26 Euro. 

https://www.bebraverlag.de/verzeichnis/titel/966-walter-scheel.html

Kontakt:
apl. Prof. Dr. Ewald Grothe
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Neuere und Neueste Geschichte
E-Mail grothe{at}uni-wuppertal.de