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1. Lesung der Lesereihe ZUHÖREN!

Gemeinsam mit der Frauenberatungsstelle Wuppertal hat die Stabstelle Gleichstellung und Vielfalt der Bergischen Universität am vergangenen Freitag zur ersten Lesung der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt im Café Ada eingeladen.

Bei der ersten Lesung der Reihe ZUHÖREN! (v.l.n.r.): Carolin Brüggemann, Frauenberatungsstelle Wuppertal, Gitarrist Filip Alilovic, Schauspielerin Günfer Çölgeçen und Sophie Charlott Ebert, Leiterin der Stabstelle Gleichstellung und Vielfalt der Bergischen Universität.
Foto Ursula Skraburski-Süsselbeck

Die Schauspielerin Günfer Çölgeçen konfrontierte die Zuhörer*innen mit Adélaïde Bons autobiografischen Roman „Das Mädchen auf dem Eisfeld“. Literarisch bewegend nähert sich darin die französische Schriftstellerin Adelaïde Bon der Sprach- und Erinnerungslosigkeit und erzählt von sexuellem Missbrauch in ihrer Kindheit und von einer langen Suche nach sich selbst. Der Gitarrist Filip Alilovic untermalte die Lesung stimmungsvoll. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer*innen die Tabuisierung von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt in unserer Gesellschaft.

Mit den literarischen Beiträgen sollen die vielschichtigen Ebenen des Themas „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt“ sichtbarer gemacht werden. Dazu zählen die individuelle Erfahrung von Betroffenheit und Bewältigung, die Dynamiken im Umfeld der Betroffenen, die gesellschaftspolitische Dimension wie auch die Hilfesysteme. Sexualisierte Gewalt als gesellschaftlich verankertes, strukturelles Problem ist weltweit benennbarer und besprechbarer geworden. Dennoch, für Viele bleibt das Sprechen darüber – und auch das Zuhören – schwer.

Die zweite Lesung findet am 29. Oktober um 17 Uhr in der Schokoladenfabrik in Wuppertal statt. Die Autorin Cristina Clemm wird aus ihrem Buch „AktenEinsicht: Geschichten von Frauen und Gewalt“ lesen. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.diversitaet.uni-wuppertal.de