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Internationale Konferenz zu Fragen der Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung in pädagogischen Feldern

Wissenschaftler*innen aus elf Ländern treffen sich am 6. und 7. Oktober an der Universität in Essen zu einer hochkarätig besetzten internationalen Konferenz, um Fragen der Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung in pädagogischen Feldern zu diskutieren. Mitorganisator*innen der Veranstaltung sind Prof. Dr. Rita Casale, Prof. Dr. Fabian Kessl und Prof. Dr. Claudia Machold vom Institut für Erziehungswissenschaft an der Bergischen Universität.

Ob Schule, Jugendhilfe oder Universität, die pädagogische Praxis findet immer in institutionalisierter Form statt. Zugleich verändert sich die Art und Weise der konkreten Institutionalisierung historisch immer wieder, wie das Beispiel der Etablierung des Kindergartens seit dem 19. Jahrhundert in vielen Teilen der Welt ebenso zeigen kann, wie die Einführung der Ganztagsschule im bundesdeutschen Kontext zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Beides hat den Alltag von Kindern und Familien radikal verändert, aber auch die alltägliche pädagogische Praxis in den jeweiligen Institutionen. Zugleich sind diese Prozesse der Institutionalisierung immer wieder von Bemühungen der Deinstitutionalisierung begleitet. Ein Beispiel dafür ist der Aufbau von alternativen Schulen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, um der institutionalisierten Regelschule etwas entgegenzusetzen.

Solche alternativen Institutionalisierungsversuche, wie sie sich z. B. in den reformpädagogischen Schulen zeigen, sind insbesondere aus einer Kritik an der vorherrschenden schulischen Institutionalisierung von Kindheit und Jugend entstanden. Zugleich haben sie zu neuen Institutionalisierungsentwicklungen geführt. Diese widersprüchlichen Prozesse der Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung in pädagogischen Feldern sind bisher noch wenig erforscht – gerade auch im internationalen Vergleich. Deshalb fragt die gemeinsame internationale Konferenz der Universitäten Duisburg-Essen und Wuppertal, die von einem neuen interuniversitären Forschungsverbund an beiden Unis getragen und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, welche Bedeutung diese Prozesse für die pädagogische Praxis in Schulen, der Jugendhilfe oder der Hochschule haben. Eröffnet wird die Konferenz durch Keynotes der renommierten US-amerikanischen Soziologin Patricia Thornton und der bekannten deutschen Philosophin Rahel Jaeggi.

Weitere Informationen unter https://www.uni-due.de/institutionalisation2021/

Kontakt:
Prof. Dr. Fabian Kessl
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
Telefon 0202/439-2166
E-Mail fabian.kessl{at}uni-wuppertal.de

Prof. Dr. Martina Richter
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Bildungswissenschaften
E-Mail martina.richter{at}uni-due.de