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Wuppertaler Politikwissenschaftler Lietzmann wird „Rudolf-Carnap-Senior-Professor“

Für seine besonderen Verdienste um die Bergische Universität ist Prof. Dr. Hans J. Lietzmann, emeritierter Professor für Politikwissenschaft und Jean-Monnet-Professor for Theory and Analysis of European Integration/Mitglied des Jean-Monnet-Center of Excellence NRW (European Politics) an der Wuppertaler Hochschule, mit der „Rudolf-Carnap-Senior-Professur“ ausgezeichnet worden. Die Bergische Universität verleiht diese Ehrenbezeichnung an Hochschullehrer*innen, die während ihrer Dienstzeit das Profil der Universität in besonderem Maße geprägt haben und bereit sind, sich auch im Anschluss noch – für zunächst weitere drei Jahre – in fachübergreifende Forschungs- und Internationalisierungsprojekte einzubringen.

Prof. Dr. Michael Scheffel (l.), Prorektor für Forschung, Drittmittel und Graduiertenförderung, und Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch (r.) übergaben Prof. Dr. Hans J. Lietzmann die Ehrenurkunde für die „Rudolf-Carnap-Senior-Professur“.
Foto Friederike von Heyden

Hans J. Lietzmann studierte Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie und Philosophie an den Universitäten Marburg, Frankfurt a. M. und Gießen. 1986 promovierte er an der Philipps-Universität Marburg. Bis 1998 arbeitete der gebürtige Düsseldorfer als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität der Bundeswehr in München. Lietzmann habilitierte sich 1998 in Marburg. Nach Professuren an den Universitäten Hamburg, Vechta und Essen kam er 2002 schließlich an die Bergische Universität.

Sein wissenschaftlicher Fokus lag in den vergangenen Jahren auf der „Politischen Kulturforschung“. Dabei befasste er sich mit den Fragen der sich wandelnden politischen Mentalitäten, deren Einfluss auf die politischen Prozesse und mit den überraschenden Entwicklungen z. B. in der „Querdenker-Szene“ und ihren strukturellen Hintergründen. Bundes- und europaweit bekannt sind seine Forschungen zur Partizipation und zur Repräsentation in der Demokratie.

Beim Institut für Partizipations- und Demokratieforschung (ehemals „Forschungsstelle Bürgerbeteiligung), das Lietzmann seit 2004 leitet, wird er in den nächsten Jahren in einigen Forschungsprojekten involviert sein. „Vielfältige Umbrüche und ,Resets‘ werden sich in den politischen Institutionen und den poltischen Entwicklungen der kommenden Jahre ergeben. Die endlich sich ernsthaft zuspitzende Perspektive auf den Klimawandel und auch die grundsätzliche Neuorientierung der politischen Kommunikationen sind spannende, erste Anzeichen“, so der Pensionär.

www.politikwissenschaft.uni-wuppertal.de

Kontakt:
Prof. Dr. Hans J. Lietzmann
Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften
E-Mail hans.j.lietzmann{at}uni-wuppertal.de