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„Identitätskonstruktionen in Sprache und Literatur“:
Deutsch-ägyptische Herbstkonferenz

Im Rahmen des deutsch-ägyptischen Kooperationsprojekts „Interkulturelle Kommunikation“ fand im November an der Bergischen Universität Wuppertal eine Internationale Herbstkonferenz zum Thema „Identitätskonstruktionen in Sprache und Literatur“ statt. Im Zentrum der Konferenz standen der Austausch über interkulturelle Aspekte der Germanistik sowie die Entwicklung von Innovationen in Forschung und Lehre.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herbstkonferenz „Identitätskonstruktionen in Sprache und Literatur“.

Die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Herbstkonferenz waren überwiegend deutsche und ägyptische Nachwuchswissenschaftler, Doktoranden und Postdoktoranden sowie beratende Professoren. Die meisten Nachwuchswissenschaftler aus Ägypten sind Mitglieder der Al Alsun-Sprachenfakultät der Ain Shams-Universität in Kairo, mit der Wuppertaler Germanisten eine langjährige Kooperation pflegen. Außerdem waren Fachkolleginnen und -kollegen aus den großen Germanistikabteilungen der Kairo Universität, Al-Azhar Universität und Helwan Universität in Kairo zu Gast bei der Konferenz.

Gleich zu Beginn der Tagung verabschiedeten die Konferenzteilnehmer eine Stellungnahme „Gemeinsam gegen den Terror“, in der sie anlässlich der Ereignisse in Paris ihr Engagement für interkulturelle Verständigung, Respekt vor anderen Kulturen und gegenseitige Toleranz ausdrückten.

Nach einer Begrüßung durch Dr. Renate Dieterich, Leiterin des zuständigen Referats beim DAAD, Prof. Dr. Cornelia Gräsel, Prorektorin für Internationales und Diversität an der Bergischen Universität, sowie Prof. Dr. Irmgard Nickel-Bacon, Fachsprecherin der Germanistik, stand eine Mischung aus Gastvorträgen sowie Impulsreferaten aus den sprach- und literaturwissenschaftlichen Teildisziplinen der Germanistik auf dem Programm. In mehreren Workshops wurden darüber hinaus wissenschaftliche Kompetenzen eingeübt und Arbeiten der Nachwuchswissenschaftler zur Diskussion gestellt.

Themen der Gastvorträge und Impulsreferate waren u.a. „Chancen der Mehrsprachigkeit“ (Prof. Dr. Natascha Müller, Bergische Universität Wuppertal), „Flucht nach Europa“ (PD. Dr. Peter Zimmermann, Wuppertal), „Identität und historisches Erzählen“ (Prof. Dr. Ursula Kocher, Wuppertal), „Identität und Interaktion aus soziologischer Sicht“ (Prof. Dr. Andreas Schaarschuch, Wuppertal), „Literarische Identitätskonstruktionen“ (Prof. Dr. Matias Martinez, Wuppertal) „Sprachgebrauch in Medien“ (Prof. Dr. Ulrich Schmitz, Universität Duisburg-Essen), „Sprachliche Identität: Region, Nation, Globalisierung“ (Dr. Birte Kellermeier-Rehbein, Wuppertal), „Stellung des Deutschen als Wissenschaftssprache“ (Prof. Dr. Ulrich Ammon, Duisburg-Essen) sowie „Umgang mit Identitätskonflikten in der deutschsprachigen interkulturellen Kinder- und Jugendliteratur“ (Dr. Stefan Neumann; Wuppertal).

„Zwei wissenschaftliche Teilprojekte werden wir im Rahmen der deutsch-ägyptischen Kooperation in naher Zukunft fortsetzen. Die Implementation des gemeinsam entwickelten, bolognakonformen MA-Studiengangs ‚Interkulturelle Kommunikation‘ an der Ain Shams Universität sowie die Publikation eines Sammelbandes ‚Texte zur Interkulturellen Germanistik. Beispielanalysen für die universitäre Lehre und den DaF-Unterricht‘ mit Beiträgen von 18 ägyptischen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler“, so das Fazit der wissenschaftlichen Tagungsleiterin und Wuppertaler Germanistin Prof. Dr. Eva Neuland.

Eine Langfassung der Meldung finden Sie unter
www.germanistik.uni-wuppertal.de/teilfaecher/didaktik-der-deutschen-sprache-und-literatur/personal/eva-neuland/internationale-sommerschuleherbstschule-2015.html