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„Philosophie einer humanen Bildung“:
Julian Nida-Rümelin zu Gast an der Bergischen Uni

Der renommierte Philosoph Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin war gestern zu Gast an der Bergischen Universität. Er hielt im Rahmen der Ringvorlesung „Fachprofil und Bildungsanspruch“ den Vortrag „Philosophie einer humanen Bildung“.

Ringvorlesgung „Fachprofil und Bildungsanspruch“ auf dem Campus Grifflenberg (v.l.n.r.): Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Prof. Dr. Gerald Hartung, Prof. Dr. Jochen Krautz, Prof. Dr. Rita Casale, Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Dr. Michaela Heer, Geschäftsführerin des Servicebereichs der School of Education, und Prof. Dr. Ulrich Heinen, Vorsitzender des Gemeinsames Studienausschusses (GSA) der School of Education.
Fotos Michael Mutzberg

Im Anschluss moderierte Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch eine Podiumsdis-
kussion mit Prof. Nida-Rümelin und den Wuppertaler Wissenschaftlern Prof. Dr. Rita Casale (Allgemeine Erziehungswissen-
schaft und Bildungstheorie), Prof. Dr. Gerald Hartung (Kulturphilosophie und Ästhetik) sowie Prof. Dr. Jochen Krautz (Kunstpädagogik).

Der nächste Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung findet am 7. Januar statt, dann spricht die Wuppertaler Professorin Dr. Angelika Preisfeld (Zoologie und Biologiedidaktik) über „Die Bedeutung der Fachlichkeit in Biologieunterricht und Lehrerausbildung“.

Prof. Dr. Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., gehört zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland.

Er lehrt Philosophie und politische Theorie an der Universität München und ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel zu verschiedenen – vor allem auch bildungstheoretischen – Fragestellungen, aktuell z.B. „Die neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), „Der Akademisierungswahn – zur Krise beruflicher und akademischer Bildung“ (2014) und der Band „Philosophie einer humanen Bildung“ (2013).

Eine seiner zentralen Thesen darin ist, dass es den aktuellen Bildungsreformen an einer „kulturelle Leitidee“ fehle; der Band trägt wesentlich zum Diskurs über die Frage bei, was Bildung für unsere Gesellschaft überhaupt bedeuten kann und entwickelt die Idee einer „humanen Bildungspraxis“.

Die Arbeiten und Thesen von Nida-Rümelin sind auch für das Thema und die Fragestellung der Wuppertaler Ringvorlesung von grundlegender Bedeutung, denn auch hier stellt sich die Frage, wie Schule – und im schulischen Unterricht die einzelnen Fächer – zu einer gelungenen Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler beitragen und umgekehrt, welches grundlegende Verständnis von Bildung die Fächer jeweils haben und vermitteln.

Wesentliche Impulse für das Qualitätsverständnis und die weitere inhaltliche Entwicklung der Lehrerbildung zu geben, ist das Ziel der Ringvorlesung „Fachprofil und Bildungsanspruch“. Veranstalter der Vortragsreihe ist der Gemeinsame Studienausschuss (GSA) der School of Education.

www.gsa.uni-wuppertal.de/ringvorlesung-gsa-ws-201516.html